Strand-Versuche

Strandlandschaft von Kristina Jurick

Von Kristina Jurick habe ich mir schon einige Videos mit Ideen zum Malen angesehen. Schritt für Schritt erklärt sie, wie so ein Bild entsteht. Zwei Dinge habe ich beim Versuch, dieses Bild nachzumalen, erkannt. Zum einen bin ich viel zu ungeduldig. Und zum zweiten werde ich mich wohl doch mit Zeichnen lernen auseinandersetzen müssen. Da fehlt mir nämlich doch so einiges. Aber all das hindert mich zum Glück nicht daran, einfach weiter zu machen und mich auszuprobieren. Das erste Bild endete für mich gefühlt in einer Katastrophe.

Keine Sonne, der Hintergrund viel zu dunkel, der Strand….hier stimmte einfach nichts. Und eigentlich wollte ich das Bild schon in den Mülleimer werfen. Keine Ahnung, was mich davon abgehalten hat. Vielleicht wollte ich es als Beispiel dafür aufheben, wie man es nicht machen sollte. Ich ließ es trocken und packte es für einen Tag weg. Dann nahm ich es mir noch mal vor. Malte den angedeuteten Leuchtturm und ein paar Boote und konnte mit diesem Versuch immerhin leben. Aber ich wollte es noch einmal versuchen.

Gleiche Vorlage, anderes Bild. Immer noch viel zu weit weg von der Vorlage. Aber doch mit etwas mehr Ähnlichkeit. Bei diesem Bild wurde mir dann allerdings klar, dass ich für die Pinselmaler von Schnaud.de kleinere Flächen brauche. Große Flächen bekomme ich damit einfach nicht hin. Zum Glück stand mein Geburtstag an. Von meinen Mädchen bekomme ich nun einen Malkasten, Pinsel und verschiedenes Zubehör, mit dem es mir dann hoffentlich besser geling, die Farben zu mischen. Die Pinselstifte sind deshalb nicht aus dem Rennen. Im Gegenteil…für kleine Sachen sind sie wunderbar geeignet. Auch um zum Schluss noch ein paar Feinheiten oder leichte Korrekturen zu machen, finde ich sie prima. Und wie gesagt….alles noch in der Probierphase 🙂
Die Utensilien sind unterwegs und ich bin gespannt, wie es sich damit arbeiten lässt…

Passpartout

Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen.

Giuseppe Mazzini

Und ich will es können. Also probiere ich immer wieder und wieder. Manches gelingt nicht gleich beim ersten mal. Und manchmal wird das Bild auch ganz anders. Bei dieser Anregung von Ulrike Walther hat mich zum einen die Einfachheit fasziniert. Mit wenigen Mitteln entsteht ein eindrucksvolles Landschaftsbild. Zum anderen zeigte sie in dem Video wie man Hilfe eines Passpartout einzelnde Bildausschnitte hervorheben kann.
Natürlich war die Umsetzung dann keineswegs so einfach und herausgekommen ist ein völlig anderes Bild, indem sich aber zumindest einzelne Elemente wiederfinden.

Okay….eigentlich findet sich nur der Baum links mit dem kleinen Zaun wieder. Aber so ist das bei mir. Es gibt eine Vorlage, die mich einlädt, es nachzumalen. Und mitten drin ergeben sich dann neue Ideen, die ich dann auch umsetze. Am Ende kommt dann eben etwas ganz anderes heraus. Bei diesem Bild habe ich dann auch die Passpartout-Geschichte ausprobiert und quasi neue Bilder erzeugt.

Et voila….zwei eigenständige Bilder, die dann für sich ganz anders aussehen und wirken 🙂

Kreativ im Urlaub 1

Ich hatte mir ja vorgenommen, im Urlaub wieder einmal ein paar Steine zu bemalen. In der Kreativgruppe von Schnaud.de auf Facebook gibt es jede Woche ein neues Thema. In alphabetischer Reihenfolge werden verschiedene Themen vorgeschlagen. Das ist dann quasi die wöchentliche Challange. Letzte Woche war es S wie Strandkorb. Perspektivisch eine Katastrophe…aber immerhin….Aufgabe erfüllt. Im Aquarell will ich dass dann mal besser machen.

Dieser kleine Kerl war dann endlich mal das einlösen eines Wunsches. Meine Schwiegertochter hatte sich schon vor langer Zeit einen Igel-Stein für den Garten gewünscht. Dem bin ich nun endlich einmal nachgekommen und habe diesen kleinen Gesellen kreiert. Ich hab sie noch gar nicht gefragt, wie er heißt. Bei ihre bekommen nämlich alle „Gartenbewohner“ einen Namen 🙂

Und zu guter Letzt noch die Wettersteine für meine Enkelin. Die hatte sich meine Tochter gewünscht. Ich war doch überrascht, dass man sowas tatsächlich auch kaufen kann…. Sie müssen noch mit Klarlack überzogen werden und dann machen sie sich auf die Reise. Ihr seht, ich war fleißig. Aber dieses mal war es gar nicht so einfach, die passenden Steine zu finden. Irgendwie wollten sie nicht so recht mit mir reden….

Ostseestrand 1

Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen.

– Friedrich Nietzsche –

So ist es auch beim Malen.
Ich liebe Wasser, vor allem aber das Meer. Nordsee, Ostsee, Indischer Ozean, Atlantischer Ozean….völlig egal. Mich fasziniert immer wieder die Weite und wie unterschiedlich die Stimmung sein kann. Sturm und Wellen, Morgen- oder Abendstimmung, regnerisch, nebelig, strahlender Sonnenschein. Wenn ich irgendwo an einem Strand stehen kann, bin ich immer wieder überwältigt von dem Bild, dass sich mir bietet. Dieses Bild entstand an der Ostsee. Leider habe ich es nicht selbst gemacht, aber ich darf es benutzen, weil es mir als Inspiration diente. An dieser Stelle: Danke schöne 🙂
Als ich es bekommen habe, war ich tatsächlich ein wenig neidisch, weil ich schon so lange nicht mehr am Meer war. Zu wissen, dass ich bald auch da sein werde, war dann schon mal ein kleiner Trost.
Zu meinem ersten Versuch, dieses Bild in Aquarell umzusetzen. Mit Bleistift hatte ich mir ein paar Hilfslinien gezogen: Horizont, Düne, Strandlauf, Ufer. Da der Himmel am Horizont am dunkelsten ist, fing ich mit dunkelblau an. Leider habe ich viel zu viel Wasser benutzt und es war gar nicht so leicht, die Farbe dort zu halten, wo sie hin sollte. Außerdem hab ich mich stur an die doch sehr linearen Hilfslinien gehalten. Die Farben wollten mir auch nicht so recht gelingen. Dementsprechend ist das Ergebnis. Nach solchen Bildern bin ich immer sehr demotiviert und muss mir selber immer wieder sagen: üben, üben, üben. Irgendwann wird es schon so werden, wie ich es mir vorstelle.

Ostseestrand 1

Ich versuchte es also ein zweites Mal. Auch wieder mit Hilfslinien, diesmal aber nicht ganz so linear. Inzwischen hatte auch ich begriffen, dass von hell nach dunkel besser funktioniert, als umgekehrt. Ja, ich weiß, ist eigentlich logisch. Aber mit Wasser geht es eben auch umgekehrt. Für den Himmel ist das auch gar nicht sooo verkehrt. Das Papier wird dann allerdings sehr nass und man muss lange warten, bis man mit anderen Farben weitermachen kann. Wenn man zu ungeduldig ist, sieht es eher aus, wie eine Batik.
Dieses mal also anders herum und geduldig warten, bis alles trocken ist. In der Zwischenzeit kann eine ungeduldige Natur, wie ich eine bin, ja schonmal ein anderes Bild anfangen 😉
Und der zweite Versuch kann sich dann schon eher sehen lassen

Ostseestrand 2

Nicht mehr ganz so linear und vor allem nicht mehr so viele Wasserpfützen, die mit Rand auftrocknen. Bei weitem noch nicht das Ergebnis was ich haben möchte. Die Sonne ist immer noch zu hell, dafür finde ich die Reflektion auf dem Wasser schon gut gelungen. Der Dünenrand im Hintergrund ist noch nicht so proportional wie er sein müsste und immer noch zu dunkel. Der Uferrand müsste irgendwie noch feiner werden und ich habe absolut keine Ahnung, wie ich die Fussspuren im Sand umsetzen kann. Aber an diesem Bild werde ich mich immer wieder mal versuchen und euch dann zeigen, wie es weitergeht. Natürlich wird es auch dann nicht aussehen, wie die Fotografie. Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis aber trotzdem zufrieden. Man kann zumindest erahnen, welches Bild mir zur Vorlage gedient hat. Und im Vergleich zum ersten Bild gibt es eben doch schon die ein oder andere gelungene Veränderung….

Kunststil

In dieser frühen Phase meines Schaffens, erscheint es mir etwas unsinnig, sich mit dieser Frage auseinander zu setzen. Aber irgendwie spukt sie mir trotzdem im Kopf rum. Da ich meine bisherigen Versuche selber als kindlich naiv betrachte und demzufolge auch so bezeichnen würde, wollte ich wissen, ob es eine entsprechende Stilrichtung gibt. Also habe ich Google gefragt und unter Wikipedia diese Aussage gefunden:
Naive Kunst ist eine Sammelbezeichnung für künstlerische Arbeiten von Autodidakten, vorwiegend in der Malerei (auch Laienmaler genannt)[1], mit betont einfacher, unbekümmerter, fantasievoller Wahl der Bildmotive. Die Art der Darstellung ist ebenfalls oft einfach, beispielsweise ohne Schattenwürfe, mit vereinfachter Darstellung der Lebewesen und Gegenstände. Die Werke stellen oft die persönlichen Wunschträume der Urheber dar.“
Wer es nicht selber anklicken und nachlesen will: unter Autodidakten verbirgt sich dann folgende Erklärung: „Ein Autodidakt ist ein Mensch, der sich selbstständig Wissen oder Fertigkeiten aneignet beziehungsweise durch Beobachtung, Versuche, Übung oder Lektüre eigenständig erworben hat.“
Ich habe meine Antwort also gefunden : ich bin ein Autodidakt, in diesem Fall eine Laienmalerin und mache Naive Kunst.
Also…..ich versuch es 🙂
Was mich zur zweiten Frage führt: Welche Titel gebe ich meinen Bildern? Na, darauf habe ich ja nun so gar keine Antwort. Da werde ich wohl irgendwann die Bilder mal genauer betrachten und sie nach ihrem Namen fragen müssen. Vielleicht antworten sie ja….

Blau in Blau

Blumen anschauen hat etwas Beruhigendes: Sie kennen weder Emotionen noch Konflikte

– Siegmund Freud –

„Hast du das direkt auf Tapete gemalt?“, fragte mich meine Tochter. Nein, hab ich nicht. Auch das ist ein Bild vom ersten Tag und ich hatte das Aquarellpapier mit Malerkrepp abgeklebt, um ein Passepartout- Effekt zu kreieren. Leider klebte es dann so fest, dass die obere Schicht am Klebeband hängen geblieben ist. Jetzt sieht es also so aus, als hätte ich auf Raufasertapete gemalt :). Auch das ist ein erster Versuch, der weit von der Vorlage aus dem Kurs entfernt ist. Es ist mit drei verschiedenen Blautönen gemalt und durch den Wasserstift kommen die unterschiedlichen Farbnuoncen schön zur Geltung. Allerding kann ich an diesem Bild auch gut erkennen, dass man schnell sein muss, weil sich sonst sofort Ränder bilden, die man dann irgendwann auch nicht mehr vermalen kann.

Aus der Übung Vögel im Himmel. Okay…einen Himmel hab ich nicht gemalt. Aber die Vögel waren tatsächlich sehr leicht zu malen. Einfach einen kleinen Tropfen malen und den Schnabel setzen fertig. Werde ich irgendwann mal auf einem „richtigen“ Bild versuchen 🙂

Schmierblätter eigenen sich wunderbar, um einfach mal was auszuprobieren. Menschen zu malen, wird für mich die größte Herausforderung sein. Ich fand es aber relativ einfach, sie nur anzudeuten. Mit etwas mehr Übung werde ich das sicher ganz gut hinkriegen. Die meisten davon sind übrigens eher „Zufallsprodukte“. Beim Versuch, meinen Fehler zu kaschieren, sind dann neue Figuren entstanden 🙂

Mein allererster Versuch

„Leben allein genügt nicht“, sagte der Schmetterling. „Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben.“

– Hans Christian Andersen

Da lag es nun, das neue Pinselset von Schnaud.de. Der Kurs war sofort freigeschaltet und ich hatte auch schon einige Kapitel angeguckt. Nur anfangen traute ich mich nicht. Zwei Tage lang lag es ungenutzt neben mir auf dem Sofa. Ich hatte es mir genau angeschaut und dann wieder weg gelegt. Ich zögerte und zauderte. Was, wenn ich es nicht hinkriegen würde? Was, wenn es total doof aussehen würde? Ich machte ein paar Trockenübungen mit Bleistift um ein Gefühl für die Form zu bekommen. Aber Simon betont im Kursvideo immer wieder, dass man keine Angst haben muss. Einfach frei raus, einfach machen. Ja genau, ich und einfach machen. Und vor allem dann, wenn das Ergebnis mehr oder weniger unberechenbar ist. Aber was soll schon passieren? Es ist nur Papier. Es sind nur Farben und Wasser. Niemand sieht zu. Und wenn es Mist ist, wandert es eben in die Tonne. „Ja…aber ich setzt mich ja nicht hin und male für die Tonne“ Der kleine Zauderer auf meiner Schulter hatte es wirklich drauf. „Pscht!“ sagte ich zu mir selbst und fing an. Natürlich waren meine Pinselstriche viel dunkler und natürlich waren meine Flügel nicht so wohlgeformt wie die aus dem Kursvideo. Aber es ging ums ausprobieren. Es ging darum zu sehen, wie die Farbe sich verhält. Was passiert, wenn Wasser dazu kommt. Darum, was passiert, wenn eine Fläche noch nicht getrocknet ist. Es ging um Farbenspiel. Und es war Faszination pur. Dieser Schmetterling ist so unperfekt wie ich selber und genau deshalb wunderschön. Und es macht mir so unglaublich viel Spaß zu sehen, was ich schaffen kann, wenn ich es wirklich will. Die Reise hat begonnen und ist noch lange nicht zu Ende…

Los geht’s

Wie ich auf der Startseite schon erwähnt hatte, hat meine Reise mit Steinen angefangen. 2018 war ich für drei Wochen in Blokhus/Dänemark im Urlaub. Die beste Zeit, um etwas Neues anzufangen, ist Urlaub. Die Posca Stifte hatte ich mir bei Pamela in Henne Strand besorgt. Jetzt musste ich nur noch die passenden Steine sammeln. Zum Glück gibt es ja verschiedene Strände an Dänemarks Küsten und die Kenner wissen inzwischen, wo die besten Steine zu finden sind.
Malen an sich ist ja sehr meditativ. Aber die Meditation fängt in dem Fall schon beim Sammeln an. Ich persönlich bevorzuge helle Steine. Ist einfach ein besserer Hintergrund für mich, weil die Farben nicht verfälschen. Und glatt müssen sie sein. Damit man ungehindert sein Bild kreieren kann. Also für mich zumindest. Ich hab auch schon Kunstwerke gesehen, die mit den Unebenheiten komponieren. Das ist dann wohl eher was für die Könner. Zu denen gehöre ich noch nicht 🙂
Zurück zur Meditation des Sammelns. Man geht also mit gesenktem Kopf am Strand entlang und sucht nach dem passenden Stein. Aber nicht du findest den Stein, sondern der Stein findet dich. Während du deinen Blick über die Steine streifen lässt, hörst du plötzlich eine Stimme. „Hallo, ich bin ein Igel.“, oder „Na, woran erinnert dich das?“ Glaubt ihr nicht? Probiert es mal aus. Auf diese Art habe ich die meisten meiner Steine gefunden und mich an eine Kinderserie aus Urzeiten erinnert.

Na, wiedererkannt? Genau….Barbapapa. Von diesen niedlichen Kerlchen habe ich dann so einige gemacht. Diese Form findet sich recht häufig. Ebenso der Igel oder die Marienkäfer. Also meistens weiß der Stein schon vorher, was er sein möchte. Es gibt aber auch Ausnahmen. Beim Leuchtturm war klar, dass es ein Leuchtturm wird. Das Redningshus ( Häuser der Seenotrettung an Dänemarks Stränden) kam von allein dazu, weil es einfach passte. Ebenso der Weg dahin. Da macht die Phantasie dann einfach weiter.

In diesem Urlaub habe ich an die 40 Steine bemalt. Mal mehr, mal weniger gut gelungen. Aber die meisten sehr schön. Wieder zu Hause angekommen habe ich sie an die Kinder in meiner Wohngruppe, an Kollegen und Freunde verschenkt. Für manchen sind sie ein Glücksbringer. Für andere ein Symbol für eine schöne, gemeinsam verbrachte Zeit und für wieder andere ein Hinweis auf das Lieblingstier.
Im Augenblick liegen hier noch ein Haufen unbemalte Steine rum und es wartet eine Auftragsarbeit auf mich. Die werde ich im nächsten Urlaub in Angriff nehmen. Zum Abschluss noch eine kleine Galerie von all den Steinen und Steinchen die ich damals gemalt habe. Und probiert es ruhig selber mal aus. Lasst mich gern wissen, was euch die Steine erzählt haben.