Ritter auf Pferd

Die vorerst letzte Übung aus der Reihe, Bilder verkehrt herum malen. Den Kameraden hatte ich mir bewusst bis zum Schluss aufgehoben. Um ganz ehrlich zu sein, ich hab mich ran getraut. Aber da ich im Buch vorwärts kommen möchte und die Übungen nicht überspringen will, musste ich wohl oder übel ran. Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich das nicht hinkriege. Obwohl die anderen zwei Versuche ja gar nicht sooo schlecht waren. Aber hier hatte ich doch etwas Respekt. Es hat auch etwas länger gedauert und ich hab immer wieder radiert und nachgebessert. Mit dem Ergebnis bin ich aber sehr zufrieden.

Nein, perfekt ist es nicht. Aber zumindest kann ich jetzt nicht mehr sagen, ich könnte nicht zeichnen. Denn das stimmt einfach nicht. Und irgendwann kann ich das auch ohne dabei das Bild auf den Kopf zu stellen 🙂

Happy Birthday

Mein Geburtstag liegt schon ein paar Wochen zurück. Aber meine Töchter waren fix und haben mein neues Hobby sofort aufgegriffen und meine Wunschliste abgearbeitet. Jetzt habe ich ein kleines, aber feines Sortiment zusammen um all die Bilder in meinem Kopf zu realisieren. Allerdings wird es jetzt auch Zeit, einen Platz zu finden, an dem ich all die Sachen ablegen kann. Da wird am Wochenende erst mal eine kleine Auf- und Umräumaktion starten. Wer mich kennt, der weiß, wie wenig mir das liegt. Aber wenn ich weiß wofür….dann geht das schon. Ich freu mich jedenfalls sehr und bedanke mich auch auf diesem Weg nochmal ganz herzlich bei meinen Mädels.
Übrigens war eine von ihnen so neugierig, dass sie es auch mal ausprobiert hat. Sie und meine Enkelin haben dem Paket noch ein Bild beigefügt, dass ich euch nicht vorenthalten möchte. Erst wollte ich ja mit Bleistift einzeichnen, was ich aus dem Bild meiner Enkelin „gelesen“ habe. Aber jetzt finde ich es doch besser, wenn jeder seine eigene Phantasie spielen lässt.

Es ist manchmal hilfreich….

…die Welt auf den Kopf zu stellen, um sie mit neuen Augen sehen zu können.

Ich weiß nicht, von wem dieser Satz ist. habe ihn, genauso wie das Bild, auf Pinterest gefunden. Das Bild findet ihr unter keratill.com. Ich hoffe damit habe ich die Angaben für das Urheberrecht erfüllt. Damit werde ich mich wohl auch noch mal beschäftigen müssen.
Diese Übung mit dem verkehrt herum zeichnen soll man ab und zu wiederholen, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie man von L- auf den R-Modus umsteigt. Also von der linken zur rechten Hirnhälfte. So wirklich beschreiben kann ich das eigentlich nicht, was dann passiert. Aber es ist tatsächlich so, dass man anders in ein Bild eintaucht und sich wirklich auf die Striche und Linien konzentriert. In diesem Moment male ich nicht bewusst ein Bild sondern zeichne Formen und Linien nach. Mit etwas Übung schafft man die Umschaltung dann irgendwann auch ohne das Bild umzudrehen. Ich bin tatsächlich so begeistert, dass ich gar nicht genug davon bekomme. Aber bevor ich mich an ein wirklich schwieriges Bild aus dem Buch wage, hier noch einmal eine einfachere Übung. Und auch hier bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Ja, die Abstände der Arme stimmen nicht ganz. Sie hat ein Hohlkreuz und der Rock ist auch nicht ganz dreieckig. Aber das stört mich gerade überhaupt nicht. Zeigt es mir doch nur, wo ich noch genauer hinschauen muss. Und ehrlich gesagt….ich hätte nicht geglaubt, dass ich sowas überhaupt hinbekomme. Ich mag den Gedanken, dass ich vielleicht wirklich malen kann 🙂

Wenn die Welt Kopf steht

Eine weitere Übung aus dem 4. Kapitel von Betty Edwars, Das neue Garantiert zeichnen lesen.
Für diese Übung braucht man etwas Zeit. Da ich heute morgen ab 4:30 Uhr nicht mehr schlafen konnte, habe ich mich mit einem Kaffee und eingehüllt in meine Lieblingsstrickjacke auf den Balkon gesetzt und mich an die Arbeit gemacht. Richtig….auch hier geht es wieder darum, von der rechten auf die linke Hirnhälfte umzuschalten. Und wenn ich ehrlich bin, ich habe nicht so recht geglaubt, dass das wirklich etwas bringt. Aber wie das so ist im Leben, manches glaubt man erst, wenn man es ausprobiert hat. Und das Ergebnis hat mich dann doch sehr überrascht. Hier zum Vergleich noch mal das Original aus dem Buch

Und hier nun mein Versuch

Nein, perfekt ist es natürlich nicht. War es im Übrigen bei den Kursteilnehmern auch nicht. Aber darum geht es auch nicht. Ganz einfach ausgedrückt habe ich durch das abmalen des umgekehrten Bildes, das gemalt, was ich SEHE….nicht was ich GLAUBE zu sehen, bzw. rechte Hirnhälfte sagt, was ich sehe. Und damit näher ich mich einer Kernaussage der Autorin. Beim zeichnen geht es um das, was ich sehe. Also wirklich sehe. Und nicht um das Bild, dass mein Gehirn schon fertig zusammensetzt.
Einer der Schüler hatte die Aufgabe falsch verstanden und das Bild richtig herum abgezeichnet. Es hatte nicht annähernd soviel Ähnlichkeit mit dem Original als die korrigierte Aufgabe. Und ich bin davon überzeugt, dass ich es richtig herum nicht mal halb so gut hinbekommen hätte. Während man bei der „richtigen“ Ansicht große Schwierigkeiten mit den Feinheiten des Bildes haben wird, spielt das beim umgekehrten Bild keine Rolle. Glaubt ihr nicht? Probiert es aus. Meine Tochter war ganz fasziniert davon. Sollte sie es ausprobieren, wird sie mir sicher erlauben, dass hier im Blog zu dokumentieren. Und wenn ihr mögt, freue ich mich, wenn ihr mir eure Versuche in den Kommentaren da lasst 🙂

Ich sehe was, was du nicht siehst.

Oder zumindest nicht auf den allerersten Blick. Denn der eine sieht zu erst die beiden Gesichter, der andere die Vase, abhängig davon, welche der beiden Hirnhälften die dominantere ist. Und genau darum geht es in diesem 4. Kapitel von Garantiert zeichnen lernen. Ich nehme euch mit auf einen klitzekleinen Ausflug in die Hirnforschung.
Die Aufgabe bestand darin, als Rechtshänder mit der linken Bildseite zu beginnen und sich dabei laut zu sagen, was man gerade zeichnet. Also Stirn, Nase, Oberlippe, Unterlippe, Kinn.
Linkshänder fangen genau andersherum an. Es ging darum ein Gespür für das Ungleichgewicht bzw. andere Arbeitsweise der Gehirnhälften zu spüren. Grundsätzlich ist es nämlich so, dass die rechte Hirnhälfte alle Tätigkeiten der linken Körperseite und die linke Hirnhälfte alle Tätigkeiten der rechten Körperseite kontrolliert. Im Buch werden so einige wissenschaftliche Aussagen und Forschungsergebnisse beschrieben und zitiert. Aber so genau möchte ich an dieser Stelle nicht darauf eingehen. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, wird im Netz sicher fündig. Zurück zur Aufgabe.

Nachdem die eine Seite gezeichnet ist, soll man dann die andere Seite dazu malen, ohne sich dabei vorzusagen, was man malt. Sie spricht im weiteren Verlauf von den Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben. Von leichter Irritation bis hin zu, dass man sogar eine Blockade lösen muss, um überhaupt weiter zeichnen zu können. Ganz so gravierend waren die Schwierigkeiten bei mir nicht. Vielleicht weil ich über einige Fähigkeiten verfüge, die der linken Hirnhälfte zugeschrieben werden. Aber egal, wie oft ich es versucht habe…ich habe keine exakte Spiegelung hinbekommen. Und es war tatsächlich schwieriger, die Gegenseite zu malen.

Und auch der Versuch, es mit kleineren Zeichnungen zu versuchen, hat nichts gebracht.

Möglicherweise würde es mir gelingen. Dazu bräuchte ich dann aber wahrscheinlich ein sehr feines Raster. Und ich fürchte, selbst dann bekomme ich es nicht ganz genau hin. Zumal ich eh Schwierigkeiten mit dem räumlichen Sehen habe.
( Die Aufgabe findet ihr in dem Buch „Das neue Garantiert zeichnen lernen…“ von Betty Edwards, ab dem 4. Kapitel)

Schlaflos

Gestern abend konnte ich lange nicht einschlafen. Zum einen war es noch viel zu warm. Zum anderen hatte ich mir noch ein paar Videos zum zeichnen von Rosen angesehen, damit meine Rosen besser werden. In Gedanken bin ich diese Anleitungen immer wieder durchgegangen. Schlussendlich bin ich aufgestanden und habe auf kleinen Notizzetteln angefangen, sie nachzuarbeiten. Das ist das Ergebnis

Danach konnte ich dann auch endlich schlafen 🙂

Studium

Es gibt haufenweise Bücher mit denen man das Zeichnen lernen kann. Dieses hier soll mit zu den Besten gehören und hat nun den Weg auch zu mir gefunden. Die Autorin ist felsenfest davon überzeugt, das jeder, wirklich jeder zeichnen lernen kann. Dabei gilt ihr Hauptaugenmerk der Wahrnehmung. Wie genau guckt man hin? Was genau sieht man? Natürlich spielt auch Technik eine Rolle. Aber hier steht vor allem das Sehen und Wahrnehmen eine wichtige Rolle. Ich bin gespannt, wie meine Ergebnisse sich verändern werden. Als allererste Übung sollte man ein Selbstportrait, ein Portrait aus dem Gedächtnis und eine Hand zeichnen. Damit habe ich mich heute morgen beschäftigt. Und nein, an dieser Stelle zeige ich die Bilder noch nicht. Wenn ich mit dem Buch durch bin, werden diese Bilder noch einmal gezeichnet. Und wenn es gut läuft, kann man dann einen großen Unterschied erkennen. Die Beispiele im Buch waren jedenfalls faszinierend. Sie hat eine ganze Kursgruppe diese Aufgabe zu Beginn und zum Ende eines 5-tägigen Workshops machen lassen und diese Vorher/Nachher Bilder nebeneinander abgedruckt. Wenn man es so sieht, kann man sich nicht vorstellen, dass nach 5 Tagen so ein Ergebnis erzielt werden kann. Ich werde sicher länger brauchen, aber ich mache ja auch nur ein Selbststudium. Ich glaube mit einem Lehrer an der Seite, der einen auf bestimmte Dinge aufmerksam macht, ist es wesentlich einfacher. Aber ich hab ja Zeit 🙂

Zum Abschluss meiner Studien heute morgen wollte ich dann aber nochmal was mit Farben machen und habe mich mal dran gewagt, die gezeichnete Rose in Aquarell umzusetzen

Und jetzt werde ich das traumhaft schöne Wetter nutzen 🙂

Mein erster Mini-Workshop

Wenn du es nicht versuchst, wirst du nie wissen, ob du es kannst.

– Hans Kammalander –

Über Pfingsten war ich mit Mann, Sohn und Schwiegertochter für eine Woche auf Fehmarn. Ich mag die Insel, seit ich vor 26 Jahren den ersten Familienurlaub auf dem Campingplatz am Wulfener Hals verbracht habe. Mein letzter Besuch war jetzt auch schon wieder 16 Jahre her und ich hab mich gefreut, dass es dieses Jahr endlich mal geklappt hat. Meine Malsachen hatte ich natürlich im Gepäck. Allerdings bin ich nicht wirklich zum malen gekommen. Aber: mein Mann hatte im Animationsprogramm einen Aquarell-Workshop entdeckt und den habe mich mir nicht entgehen lassen. So ein bisschen Input in Sachen Material und Technik kann ja nicht verkehrt sein. Aufgeteilt war der Kurs in zwei Stunden vormittags und eineinhalb Stunden nachmittags. Der Vormittag gehörte der Materialkunde und Einführung in verschiedene Techniken. Der Kursleiter vertritt die Ansicht, dass Aquarell-Malerei die Königsdisziplin ist. Durch den Farbverlauf mit dem Wasser ergeben sich oftmals ganz andere Dinge, als man ursprünglich mal malen wollte. Außerdem muss man vorher schon eine gute Vorstellung vom Ergebnis haben, was die Farben betrifft. Von hell nach dunkel geht immer. Umgekehrt ist das schon schwieriger bzw. unmöglich. Und ich dachte nur: „Ja klar. Du hast dir mal wieder die schwierigste Disziplin ausgesucht.“ Aber so ist das nun mal. Mich fasziniert diese Art der Malerei eben besonders und irgendwie denke ich auch immer noch, dass hier Fehler schnell in etwas Gewolltes verändert werden können.
Den Abschluss bildete eine kleine Übung.


Hier ging es einfach nur mal darum, verschiedene Ebenen zu malen. Himmel, angedeutete Landschaft, Gewässer. Die Spiegelung stellte sich als besonders schwierig heraus, weil die Farben im Wasser der Originalfarbe nur entsprechen sollen. Auch die Art, wie man den Pinsel darüber streift spielt eine große Rolle. Nein, ist mir nicht gelungen. Aber es war auch eine Übung. Dafür war ich überrascht, wie einfach Wolken gehen. Man mal Nass-in-Nass und tupft dann mit einem Taschentuch oder Küchenrolle die Farbe raus und schon hat man schöne, weiße Wolken.

Am Nachmittag habe ich mich dann an die Vorlage von Andreas Sewald gewagt. Das Bild zu Beginn des Beitrags.

Links die erste Fassung und rechts ein bisschen nachgebessert mit den Pinselstiften. Allerdings ist es nicht so einfach, im Nachhinein Korrekturen vorzunehmen. Die Gefahr, ein Bild dadurch total zu ruinieren, ist dann doch recht hoch. Deshalb habe ich mich darauf beschränkt ein paar Linien nachzuziehen. Die Vorlage hab ich ja noch und werde mich einfach später noch einmal dran wagen. Und ich werde mal sehen, wo ich in Berlin einen Workshop oder Malkurs absolvieren kann. Es gibt so viel zu lernen….

Jeder kann zeichnen lernen

Modelle sollten sich bemühen, dem Porträt ähnlich zu sehen. 

– Salvador Dali –

Also Hasi…..dann streng dich mal an 🙂
Irgendwie sah das Modell nämlich doch etwas anders aus. Wie ihr seht, bin ich zum Zeichnen übergegangen. Keine Sorge, Aquarelle malen ist mein erklärtes Ziel. Aber bei den bisherigen Übungen ist mir klar geworden, dass es vielleicht doch keine so schlechte Idee ist, wenn man zeichnen kann. Es ist schwierig, wenn man eine Idee von einem Bild im Kopf hat, diese aber nur mangelhaft umsetzen kann, weil man die Technik nicht beherrscht. Ich habe nun schon einige Videos angeschaut und mir schlussendlich den Zeichenkurs von drawtut.com heruntergeladen. Damit arbeite ich nun Stück für Stück. Die wichtigste Aussage: Es geht nicht um Talent. Es geht um Motivation. Und davon habe ich zum Glück gerade reichlich. Die Ausrede:
“ Das kann ich nicht“ , oder „Dafür fehlt mir das Talent“ gilt nicht länger. Aber es braucht Ausdauer, die Bereitschaft zu scheitern, den Willen, es immer wieder zu versuchen. Und dann auch eine Seite, wie diese. Auf der man seine Fortschritte und Entwicklung dokumentiert und dann schnell merkt, dass Verbesserungen eintreten.
Also lerne und übe ich jetzt, damit aus der Idee irgendwann auch ein schönes Bild wird. Nicht nur zufällig….sondern ganz bewusst.

Mohnblumenbilder

Ich möchte eine Mohnblume sein. Nicht auf jedem Boden wachsen, dort aber dafür frei

– Monika Minder –

Wenn ich etwas schon richtig gut kann, dann ist es Mohnblumen malen. Das Titelbild ist einer der ersten Versuche. Die Technik ist leicht zu lernen und die Ergebnisse finde ich einfach nur klasse. Liegt vielleicht auch daran, dass ich Mohnblumen einfach wunderschön finde. An einem Feld, dass voller Mohnblumen steht kann ich mich einfach nicht satt sehen.
Hier nun ein paar Bilder in der Reihenfolge, wie ich sie gemalt habe:

Und es werden mit Sicherheit noch einige dazukommen. Das letzte habe ich übrigens auf einem kleinen Din A 6 Block gemalt. Ich sagte ja schon, dass ich mit dem kleinen Format anfangen möchte, weil es da mit den Pinselstiften einfacher ist. Also für mich jedenfalls. Und Ideen gibt es im Netz haufenweise. Googelt mal Mohnblumen Aquarell. Da finden sich ganz wunderbare Bilder von denen ich gerne ein paar nachahmen möchte. Aber gerade beim Malen dieser Bilder habe ich gemerkt, dass es einfacher ist, ohne Vorlage zu arbeiten. Ich habe das Problem, dass ich möglichs nah am Original sein möchte. Dazu fehlt mir allerdings noch viel zu viel. Male ich dagegen frei, aus meiner eigenen Intuition heraus, fällt es mir wesentlich leichter.