
Es gibt Orte, die vergisst man niemals. Auch wenn man nur ein einziges Mal dort war. Das hier ist so einer….
Eine Geschichte vom Malen

Es gibt Orte, die vergisst man niemals. Auch wenn man nur ein einziges Mal dort war. Das hier ist so einer….
Die Übungen Wassermelone und Baum habe ich heute noch mal mit dem Malkasten und Pinsel gemacht. Also quasi drei Projekte gleichzeitig. Während das eine trocknete, habe ich an dem anderen weiter gemacht. Diese Ergebnisse möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Schön, dass ich heute mal so richtig Zeit habe 🙂



Zu Pfingsten waren wir mit meinem Sohn und meiner Schwiegertocher auf Fehmarn. Die Beiden hatten in einem ihrer letzten Urlaube diesen wunderschönen Ort entdeckt und wollten ihn unbedingt mit uns teilen. Ich war hin und weg von dieser urwüchsigen Umgebung und wusste nur, dass will ich irgendwann malen. Vorgestern habe ich mich dran gesetzt und die Vorzeichnung gemacht. Gestern kam dann der Besuch eines Freundes und König Fussball dazwischen. Heute habe ich dann den freien Tag genutzt und das Bild fertig gestellt. Ich muss sagen, ich bin wirklich stolz auf mich. Ja, verbessern kann man immer etwas. Aber das hier finde ich tatsächlich mal so richtig gut gelungen.




ist eine von vielen Lerntheorien. Damit habe ich mich dann auch für die, die mich nicht kennen, als Pädagogin geoutet. Genauer gesagt, staatl. anerkannte Erzieherin. Beruf und Berufung gleichermaßen.
Also: Lernen am Modell. Ich habe mich inzwischen bei ein paar Facebookseiten zum Thema Aquarell malen angemeldet. Ich finde es schön, zu sehen, was andere malen. Hole mir Anregungen und Ideen, Tipps und Tricks. Ich weiß nur gerade nicht, ob das wirklich so eine gute Idee ist. Wenn ich sehe, was für tolle Bilder andere malen, beschleichen mich so kleine Zweifel. Da ist wieder dieses blöde Männchen, das mir zuflüstert: „Das kriegst du niemals so hin. Du wirst niemals so tolle Bilder malen“. Und ganz leise wispert das andere Männchen: “ Warum solltest du das nicht hinkriegen? Du liest ganz viel. Übst verschiedene Methoden. Und du weißt, dass du gerade am Anfang stehst und viel lernen möchtest. Lass dich jetzt nicht entmutigen.“
Nein, lass ich nicht. Ja, vielleicht dauert es noch ganz schön lange, bis ich auch so tolle Bilder malen kann. Vielleicht male ich irgendwann ganz andere Sachen. Aber ich lerne, und das macht mir Spaß. Also lernen am Modell. Gucken, was und wie die Anderen es machen. Den eigenen Stil finden. Üben, ausprobieren, üben, ausprobieren…und immer so weiter. Als Antwort auf das Männlein mit den entmutigenden Worten, habe ich heute ein Bild angefangen. Erst mal vorgezeichnet…um eine Idee davon zu bekommen, wo welches Element sein soll. Und jetzt lass ich es erst mal liegen. Vielleicht noch mal davon träumen, was ich malen möchte und morgen dann die Kreativität fließen lassen. Bin gespannt, ob das Bild so wird, wie ich es mir vorstelle….
Okay, zugegeben, davon bin ich noch meilenweit entfernt. Und ich muss ja auch gar nicht unbedingt Meister werden. Ich freu mich einfach, wenn ich das Ergebnis überzeugend finde und feststelle, so unbegabt bin ich dann doch nicht. Heute hatte ich mal wieder Lust auf Farben. Und da noch ein paar Übungen aus dem Pinselstifte-Kurs von Schnaud.de fehlen, habe ich mich heute mal daran gesetzt. Die Übungen werde ich sicherlich noch mal mit meinem Aquarellkasten wiederholen, aber für heute soll es das erst mal gewesen sein.


Erster und zweiter Versuch. Mir persönlich gefällt der zweite ja besser 🙂

Und dann noch mein Bäumchen. Den ersten Versuch benutz ich jetzt als Schmierzettel 🙂 Stelle gerade fest, dass das Blätterwerk wesentlich kleiner ist als der Stamm. Naja….beim nächsten Mal wird es besser….
Das hat Michael Jordan mal gesagt und diese Aussage passt gut zu meinem nächsten Thema. Das zeichnen von Negativräumen. Es ist für mich eine Vorübung zum Thema Proportionen. Für mich mit das schwierigste Thema beim Zeichen, da mir tatsächlich jegliches räumliches Sehen fehlt. Soll heißen, dass ich Abstände so überhaupt nicht einschätzen. Wer mal gesehen hat, wie ich versuche mein Auto in ein Lücke zu parken, die für einen LKW reichen würde, weiß genau was ich meine. Und ich fahre einen Twingo 🙂 Ich kann sowas einfach nicht abschätzen. Aber wer weiß, vielleicht lerne ich das ja jetzt beim Zeichnen.
Heute habe ich mich also mal wieder der Theorie zugewandt. Ab und zu braucht man einfach eine Pause. Eine Übung habe ich bis jetzt ausgelassen. Das „blinde“ zeichnen. In diesem Fall sollte man sich seine Handlinien anschauen und sie, ohne dabei hinzuschauen zeichnen. Ich hab es einfach nicht hingekriegt. Immer wieder huschten die Augen rüber zu Papier und Bleistift und ich habe es dann, ziemlich frustriert, aufgegeben. Vielleicht später….aber im Augenblick schaff ich es einfach nicht. Kontrollzwang lässt grüßen. Egal…kommen wir zur benannten Übung.

Es geht darum, die Zwischenräume zu sehen und zu zeichnen. Daraus ergibt sich dann ganz automatisch ein Bild. Zu diesem Zweck habe ich mir einen Gartenstuhl auf der Arbeit vorgenommen. Den ersten Versuch habe ich gestern schon gestartet.Man kann erkennen, was es sein soll. Aber wirklich zufrieden war ich mit dem Ergebnis nicht. Also habe ich ein Foto gemacht und beschlossen, es noch einmal zu versuchen.

Während die linke Hirnhälfte den Stuhl und seine Nutzung sieht, sucht sich die rechte nun die geometrischen Linien und Formen. Ich muss zugeben, ich habe bei diesem Exemplar geschummelt und sowohl die negativräume, als auch die positiven benutzt. Für das Grundgerüst tatsächlich nur die negativen. Aber danach ging es für mich irgendwie wieder nicht ohne die andere Komponente. Aber mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, auch wenn die Beine etwas kurz geraten sind.

Was mir bei dieser Übung besonders gut gefallen hat, ist die praktische Umsetzung der Aussage, dass alles Negative immer auch das Positive in sich birgt. Wir haben das alle schon mal gehört und wissen das eigentlich auch. Aber in den Momenten, wo etwas nicht so schönes passiert, vergessen wir das schnell und überlassen uns den negativen Gefühlen. Diese Übung hat mir einfach auch mal praktisch gezeigt, dass es eben doch immer auch was positives gibt. Man sieht es nicht immer und manchmal erschließt es sich erst später. Aber wie man hier deutlich sehen kann, wurde aus den leeren Räumen ein Stuhl. Ich bin fasziniert 🙂

Ihr kennt das bestimmt auch. Man malt und malt und irgendwie ist es ja auch schön. Aber irgendwie eben doch nicht so, wie ihr euch das vorgestellt habt. So ging es mir jedenfalls mit diesem Bild. Mir war schon danach vollkommen klar, dass ich es noch mal malen würde. Und wahrscheinlich auch noch ein drittes Mal. Also wenn meine Fähigkeiten so weit gediegen sind, dass ich Perspektiven besser hinkriege. Aber ich finde, dass man auch jetzt schon eine Verbesserung erkennen kann.

Zuerst habe ich dieses mal die groben Bereiche eingefärbt. Und darauf habe ich dann den ganzen Rest gemalt.

Ich finde diesen zweiten Versuch schon sehr gelungen und bin gespannt, wie ein dritter aussehen wird. Für heute hab ich genug gemalt. Unfassbar, wie schnell die Zeit vergangen ist. Jetzt räum ich meinen Malplatz noch auf, wasche die Pinsel aus und dann wird es auch langsam Zeit ins Bett zu gehen 🙂

Und auch dieses Bild diente mir heute als Vorlage. Wie bei dem Bild davor, habe ich festgestellt, dass ich wohl doch etwas mehr Geld für gutes Papier in die Hand nehmen muss. Irgendwie sind die Farben teilweise nicht so im Papier verlaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Und ich muss aufhören, ein Bild realitätsecht nachmalen zu wollen. Das funktioniert bei Aquarell nämlich sowieso nicht. Aber so langsam bekomme ich ein Gefühl dafür 🙂


Bis mein Maltisch ankommt, und bevor das Sideboard abgeholt wird, nutze ich es als meinen kreativen Arbeitsplatz. Die Woche über war ich damit beschäftigt, ihn aufzuräumen, bzw. ab- und leer zu räumen, damit ich ihn für meine neue Freizeitbeschäftigung nutzen kann. Ich überlege gerade ernsthaft, ob ich wirklich einen kleineren Tisch brauche oder diesen hier einfach erst mal behalte….Mal sehen….muss ich wohl mal drüber schlafen.
Heute abend habe ich mich dann endlich an meine neuen Farben gewagt. Irgendwie komisch, wie man dann doch so etwas wie Angst verspürt und sich davor drückt. Eigentlich ja völliger Quatsch, und doch war es so. Es gab immer irgendwas zu tun und dann war es ja auch meistens schon soooo spät, dass man kein Bild mehr anfangen mochte. Aber es war wichtig, nach all dem Zeichenstudium jetzt auch endlich meine Farben auszuprobieren.
Vor ein paar Tagen (oder doch schon Wochen?) hat meine Tochter ein paar Mohnblumen fotografisch eingefangen und mir geschickt.

Dieses Bild diente mir heute zur Vorlage. Ich habe das Papier von meinem Pinselset benutzt. Aber für Farbkasten und Pinsel scheint es irgendwie nicht so gut geeignet zu sein. Auch so lernt man etwas über das richtige Papier. Aber es war trotzdem schön, wieder zu Farben zu greifen und die Zeit verging mal wieder wie im Flug. Ich hab mich nur auf die Mohnblumen konzentriert und finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und die ersten Impulse aus meinem Zeichnen lernen habe ich auch schon versucht umzusetzen. Blätter malen z.B. Genug erzählt.
Hier nun das Ergebnis:


Etwas, was ich gar nicht gut kann. Pause machen…ausruhen. Das betrachten, was ich schon erreicht habe und nicht ungeduldig nach vorne zu schauen.
Nach der Euphorie der Erfolge beim Bilder falsch herum zeichnen, kommt gerade die Ernüchterung. Das nächste Kapitel ist ziemlich schwierig und irgendwie komme ich da gerade einfach nicht dran. Also dann….Pause. Buch weglegen. Sich auf etwas anderes konzentrieren. Und nach 5 Minuten habe ich es doch wieder in der Hand. Mir fehlt das passende Zubehör. Na gut….lass ich das Kapitel aus und gehe zum nächsten. Mist, da brauche ich das gleiche Zubehör. Also schön. Buch weg legen. Sich auf was anderes konzentrieren.
Warte mal….irgendwo hab ich doch….das müsste doch auch gehen…hab ich den passenden Stift? Prima. Buch holen, nachlesen, Übung starten, Ergebnis anschauen. Okay….doch Pause. Manchmal muss man einfach eine Pause machen, sich ablenken, was anderes machen. Und Zubehör besorgen. Dann vielleicht nächste Woche.
Jetzt ist Wochenende und ich werde definitiv die neuen Malsachen ausprobieren. Zeit hab ich ja…Input auch…mal sehen, was so entstehen will 🙂