Es ist ja nicht so, dass ich in den letzten Wochen gar nichts geschafft hätte. Hab mir weiteren Kurs von Domestika heruntergeladen. Zeichnen für Anfänger mit Puno. Ganz interessant und wie schon mal erwähnt, irgendwie ganz anders aufgebaut. Mir hat die Übung mit den Zitronen gefallen. Hab das bei uns auf der Arbeit mit Bananen gemacht. Lustig….hat noch keiner was gesagt. Die Strichmännchen-Übung fand ich auch ganz toll. Für eigene Ideen fehlt mir noch etwas Mut und Übung. Aber zwei Sachen habe ich dann heute einfach mal nachgemacht. Ist schon klasse, wie man mehreren Kreisen mit zwei Augen (Punkte) und einer Nase, die alle gleich sind, mit nur wenigen unterschiedlichen Strichen bei den Augenbrauen und dem Mund einen völlig anderen Ausdruck verleihen und mit Körperhaltung unterstreichen kann. Ich meine, ja gesehen, hab ich sowas schon. Aber nie bewusst wahr genommen, geschweige denn, mir Gedanken darüber gemacht, wie sowas umgesetzt wird. Ich finde, es ist eine tolle Übung um Gestik und Mimik darzustellen und zu üben. Heute nicht mehr….aber die Übung, selber eine Szenerie zu entwerfen, werde ich auf jeden Fall noch machen.
Jungfernfahrt
Am 06. August machten wir unsere erste Ausfahrt. Wie es sich gehört, mit den Menschen, die uns überhaupt erst dazu gebracht haben. Mein Sohn und seine Frau. Der Besuch war schon lange geplant. Damals war von Wohnwagen noch keine Rede und wir wollten eigentlich ein Boot ausleihen und auf dem Müggelsee cruisen. Aber die Ferienfahrt mit der Wohngruppe auf Usedom hatte mir so gut gefallen, dass ich da unbedingt noch einmal hin wollte. Und da der Preis für 4 Tage Campingplatz sogar noch günstiger war, als einen Tag Boot mieten, haben wir uns umentschieden. Den Kindern haben wir das aber nicht verraten. Sie hatten vor drei Wochen Hochzeitstag und wir beschlossen ihnen, diese Überraschung zum Geschenk zu machen. War gar nicht so einfach, den Mund zu halten. Und ich habe es auch nur bis zum Donnerstag davor geschafft. An dem Tag sind sie nämlich angereist. Wir sagten ihnen, dass sie gar nicht erst auspacken bräuchten, da wir auf jeden Fall rausfahren würden. Klar….sie wollten unser Schmuckstück ja auch in Augenschein nehmen. Aber ab da konnte ich es auch nicht mehr für mich behalten. Die zwei haben sich riesig gefreut und wir hatten ganz wundervolle Tage.

Am Donnerstag habe ich dann auch zum ersten mal richtig gekocht. Ja gut, noch nicht im Wohnwagen. Aber in der Küche auf dem Ankerplatz. Torsten hat ein Kochbuch für Camping gekauft. Rezepte für drei Platten. Das hier war das erste von vielen leckeren Gerichten.
Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf den Weg. Wohnwagen sichern, alles richtig verstauen, wiegen und los. Die Fahrt war entspannt und auf dem Weg hatten wir auch schon gleich zwei Sehenswürdigekeiten. Vor der in Zecherin mussten wir nämlich warten. Aber wir hatten ja Zeit und es machte Spaß, die Boote zu beobachten. Außerdem konnte ich so mal in Ruhe ein Foto von Torsten, Horst und Albatros machen.

Und von der Umgebung. Und ja, ein Selfie von Sohnemann und mir 🙂
Der Strandcampingplatz in Ückeritz hatte bei meiner Anfrage vor ein paar Wochen leider nichts mehr frei, so dass wir auf den Naturcampingplatz im Hafen Stagnieß ausgewichen sind. Ein kleiner, familiärer und gemütlicher Platz ohne Parzellierung. Einen schönen Platz hatten wir schnell gefunden. Leider erlebten wir einen weiteren Rückschlag beim Aufbau des Vorzeltes. Wir versuchten es a) gegen den Wind, was absolut unmöglich war. Und b) haben wir nur die Heringe aus Plastik, die vom Hersteller mitgeliefert werden. Bei dem Untergrund hatten wir keine Chance. Wir mussten die Wände weglassen und konnten nur das Dach aufstellen. Mit Sturmseil gesichert ging das aber zum Glück auch ganz gut. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Strand.
Eigentlich hatte ich ja überlegt, ein paar Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Aber irgendwie passte es nicht. Der Wunsch nach Entspannung am Strand war größer. Für das Seebad waren wir zu spät. Es gab keinen Parkplatz. Also fuhren wir ein Stück weiter und fanden einen anderen Ort. Dort gibt es auch einen Campingplatz, den wir vielleicht mal testen werden. Es gab ein spätes Sektfrühstück, ausreichend Zeit zum Baden und Abends wurde gegrillt.
Am dritten Tag waren wir dann früher im Seebad und hatten noch viel Platz für unser Auto. Wir mieteten zwei Strandkörbe und verbrachten auch diesen Tag am Strand. Es war einfach nur herrlich. Sonne, Wind und Meer. Wir haben festgestellt, wie erholsam ein verlängertes Wochenende sein kann und beschlossen, uns diesen Luxus häufiger zu gönnen. Im Umfeld von zwei bis drei Autostunden gibt es in Berlin viel zu entdecken und zu sehen und diese Auszeiten tun einfach unglaublich gut. Meine Malsachen habe ich immer dabei und irgendwann finde ich bestimmt auch mal die Zeit dafür 🙂
Jetzt bereiten wir alles für die große Fahrt nach Dänemark vor. Auf uns warten zwei Wochen Henne Strand. Wir wollen die Fahrräder mitnehmen, haben inzwischen auch Heringe für Steinboden und auch Ersatzteile für unser Gestänge gekauft. Wir sind gespannt, welche Hürden uns dort erwarten und wie wir sie nehmen werden. Wir werden Freunde wiedersehen und vielleicht auch neue finden. Und es wird viel zu erzählen geben. Von Unterwegs oder hinterher….mal sehen, was möglich ist 🙂
Rückschlag
Dieses Mal ( 31. Juli 21) musste mein Mann alleine rausfahren. Ich war beruflich verhindert. Als wir am letzten Wochenende nach Hause gefahren sind, zog ein Gewitter auf. Wir hatten zum Glück die Sturmseile gespannt. Leider haben wir aber etwas anderes absolut nicht bedacht….

Es hatte sich jede Menge Wasser auf dem Dach des Vorzeltes gesammelt. Keiner von uns war auf die Idee gekommen, am Montag nach dem Rechten zu sehen. Und so hat die Wasserlast das Gestänge verbogen. Mein Mann musste es irgendwie alleine richten, da ich ja nicht da war. Was soll ich sagen….hinterher sah es so aus, als wäre nie etwas gewesen.
So kam ich dann doch noch zu meiner „Draußen-Zeit“. Wir hatten nämlich entschieden, dass Vorzelt schon mal abzubauen, da es ja bald auf Jungfernfahrt geht. Und alleine abbauen ist dann doch sehr mühsam, zumal mein Mann ja auch gesundheitlich auf sich achten muss. Also machten wir das am Sonntag zusammen. Klappte auch wirklich gut. Und wenn der Pavillion endlich da ist, brauchen wir das Vorzelt hier nicht. Für die Zukunft wissen wir aber, wenn es stark geregnet hat, gehen wir besser noch mal gucken, ob sich irgendwo Wasser gesammelt hat.
Und ja….Rückschläge gehören leider auch dazu. Man lernt aus ihnen und versucht Fehler dieser Art künftig zu vermeiden.
Vorzelt
Heute, 24. Juli 21, ging es an den Aufbau des Vorzeltes. Wir sind gestern abend schon rausgefahren, damit wir heute ganz entspannt damit anfangen konnten. Nach dem das Teil in die Kederleiste des Wohnwagens eingeführt war, stellten wir fest, dass es in paar Zentimeter zu groß ist. Aber so ist das wohl leider bei einem Umlaufmaß von bis. Mit dieser kleinen Lücke werden wir wohl erst mal leben müssen. Zumindest haben wir noch keine Idee, wie wir das beheben könnten. Danach haben wir dann erst mal Stangen sortiert und ausgerichtet.
Das war nicht ganz so einfach wie gedacht, haben wir dann aber doch ganz gut hingekriegt. Leider war es an dem Tag sehr heiss und wir kamen nur langsam voran. Aber die Zeit war ja zum Glück eingeplant und wir hatten eh nichts anderes vor. Natürlich haben wir uns ein Tutorial angeschaut. Nur vielleicht doch nicht oft genug. Jeder von uns hatte sich andere Schritte gemerkt und es war manchmal gar nicht so leicht, sich an die Reihenfolge zu erinnern. Trotzdem haben wir es irgendwie hingekriegt.
Irgendwie…..weil, das geübte Auge sieht schon, dass da was nicht stimmt. Nur wir sind an dem Abend leider nicht mehr drauf gekommen. Im Gegenteil. Wir waren davon überzeugt, dass wir irgendwas falsch geliefert bekommen haben. Denn die Frontseiten wollten einfach nicht mit dem Reißverschluss zusammenpassen. Auf jeder Seite hatten wir gut einen Meter Luft in der Wand, weil es nicht genug Reißverschluss gab. Heute könnte ich mich schlapp lachen….an dem Abend war es einfach nur ätzend. Weil wir nicht auf die Lösung gekommen sind. Weil wir müde waren und einfach nicht mehr konnten. Erst am nächsten Morgen fiel mir auf, dass wir die Seiten vertauscht hatten. Nachdem dass dann korrigiert war, passte auch der Reißverschluss. Tja…manchmal ist die Lösung total einfach…..wenn man sie denn sieht 🙂
Obwohl ich hundemüde war, konnte ich nicht schlafen und habe bis 4 Uhr Morgens mit einer Flasche Wein auf der Terrasse gesessen. Ich hab den Vollmond bewundert und über unser neues Abenteuer nachgedacht. Wir stehen noch ganz am Anfang. Und wir müssen noch viel lernen. Aber dieses Gefühl von Freiheit, der Erholungsfaktor, die Zeit, die wir nun gemeinsam mit diesem Hobby verbringen, all das tut unglaublich gut und fühlt sich noch viel besser an, als ich es mir hätte vorstellen können. Ich freue mich, auf das was da noch kommt…..
Er ist endlich da
Am 18. Juli konnten wir ihn endlich abholen und zum Ankerplatz bringen. Es gab noch mal eine ausführliche Einweisung vom Händler und dann konnte es losgehen. Während ich mit der Hexe einkaufen fuhr, brachte mein Mann das gute Stück mit Horst (ja, so nennt er seine Zugmaschine wirklich) zum Hafen. Dank des eingebauten Moovers war es für ihn auch gar kein Problem, das allein zu machen. Das Teil ist wirklich praktisch und definitiv sein Geld wert.
Angekommen war erst mal Rasen mähen angesagt. Unfassbar, wie hoch das Gras in zwei Wochen wachsen kann. Die Terrasse hatte der Vermieter auch noch gesäubert….davon war allerdings auch nicht mehr viel zu sehen. Sie wird das nächste große Projekt sein.
Danach ging es dann ans Einrichten. Der Wohnwagen bietet wirklich sehr viel Platz. Und auch wenn ich jetzt noch denke, was soll ich denn da alles unter bringen, weiß ich genau, dass bald der Moment kommt, in dem ich mich fragen werde: “ Wo soll das alles hin?“ Das gleiche gilt übrigens auch für die Küche auf dem Grundstück. Der Schrank ist riesig und bietet viel Stauraum. Aber ich denke spätestens im nächsten Jahr, wenn wir die warmen Monate draußen verbringen, werde ich schnell merken, dass auch dieser Platz bald voll belegt ist.
Den Tag über wanderten wir mit unseren Campingmöbeln immer dem Schatten hinterher. Ich freue mich, wenn unser Pavillion da ist und wir es uns dann einfach auf der Terrasse gemütlich machen können.
Am nächsten Tag habe ich dann etwas die Gegend erkundet und war im nahe gelegenen See schwimmen. Klein aber fein und für die Abendstunden eines heißen Sommertages genau das Richtige, um sich abzukühlen. Wir haben die ersten Nachbarn getroffen und ein gemütliches Wochenende verbracht.
Ankerplatz
Für den Albatros brauchten wir natürlich auch einen Platz, an dem er sich ausruhen und stehen bleiben kann, wenn wir nicht unterwegs sind. Den haben wir am Stadtrand von Berlin gefunden. Genauer gesagt in Brandenburg. Ein kleines Fleckchen Wiese, 120 qm mit einem festen Gartenhaus, welches Küche und Bad beherbergt und einem kleinen Schuppen, in dem wir unser Werkzeug und andere Utensilien für den Wohnwagen aufbewahren. Es ist kein Kleingarten und kein Campingplatz und wir können uns hier frei entfalten. Und im nächsten Jahr beabsichtigen wir, die warmen und hellen Monate draußen zu verbringen. Mal sehen, ob sich das so umsetzen lässt…
Albatros
Albatros ist der Name unseres Wohnwagens. Ich hab ihn ausgewählt, weil ich ihn so passend finde. Nein, natürlich fliegt er nicht. Aber mit ihm ziehen wir los um neue Orte auf der Welt zu entdecken.
Diesen Raum gilt es nun mit Leben zu füllen. Im ersten Moment dachte ich, wow…so viel Platz. Was soll ich denn hier alles rein packen? Aber ich weiß auch, das bald der Tag kommt, an dem ich mich fragen werde: Wo soll das denn alles hin? Trotzdem glaube ich, dass wir uns ein Raumwunder ausgesucht haben. Und im Bad ist tatsächlich genügend Stauraum, dass man auch mit 4 Leuten in Urlaub fahren kann. Das werden wir ja spätestens im nächsten Pfingsturlaub herausfinden :).
Mauern halten nicht ewig
Und Mauern die wir um unser Herz errichten, hoffentlich auch nicht. Enttäuschungen führen manchmal dazu, dass man sich verschließt und niemanden mehr an sich heran lassen will. Jede Enttäuschung ein Stein mehr. Und irgendwann ist die Mauer dann so hoch, dass man was dahinter ist, nur noch erahnen kann. Schön, wenn dann jemand kommt, und versucht, hinter die Mauer zu gucken. Schön, wenn die Mauer dann anfängt zu bröckeln und sie langsam in sich zusammenfällt. Ich wünsche jedem, den es betrifft, so einen Menschen und den Mut, die Mauer einzureißen 🙂

Hände III

Dieses Mal habe ich mir ein paar Tage Zeit gelassen und immer nur dann daran gearbeitet, wenn ich wirklich Lust dazu hatte. Das Muster liegt mir tatsächlich sehr und heute hatte ich eine Idee dazu, die ich in der nächsten Zeit mal umsetzen werde. Mal sehen, ob es so wird, wie es vor meinem inneren Auge gerade aussieht….
Hände II

Definitiv nicht mein Favorit. Es fällt mir unglaublich schwer, gleichmäßige und vor allem wirklich runde Kreise zu malen. Aber auch dazu sind solche Übungen gut. Zu erkennen, wo die Schwachpunkte liegen, was einem nicht so leicht von der Hand geht, wo man üben muss. Ich bleibe am Ball 🙂




































































