Saison-Auftakt

Es geht wieder los.
Die erste Nacht des Jahres draußen auf dem Ankerplatz ist für mich immer etwas besonderes. Frühlingserwachen, Neujahr, Energie tanken, Vorbereitung, zur Ruhe kommen….Es ist irgendwie immer etwas von allem dabei. Ich bin keine Putzfee….aber den Wohnwagen und die Hütte für die Saison startklar zu machen, macht mir tatsächlich immer Spaß. Ich lasse es dabei ruhig angehen. Käffchen, Staubwischen, Käffchen und Kippchen, Staubsaugen. Immer im Wechsel mit Musik zum mitträllern. Den Vögeln lauschen, mich über die Hühner des Nachbarn amüsieren, die mal wieder ausgebüchst sind. Eine neue Katze begrüßen. Und abends dann mit einem Weinchen den Tag Revue passieren lassen. Ganz im Hier. Ganz im Jetzt. Mit etwas Blick auf die Zukunft und einer Rückschau auf die letzten Monate. Das letzte Jahr war beruflich nicht meins. Nächste Woche starte ich einen neuen Job. Wieder nehme ich mir vor, mehr zu schreiben und wieder wird es wahrscheinlich bei dem Vorhaben bleiben. Weil mir die Idee fehlt, weil mir die Zeit fehlt, weil ich noch studiere, weil…..Ach Gründe gibt es viele. Aber wenn ich draußen bin, ist das alles egal. Dann kann ich einfach nur sein. Bei mir, mit mir, für mich. Und diese Momente genieße ich, voller Dankbarkeit, dass es mir möglich ist…..

Ein Jahr und 6 Tage

ist es her, dass ich etwas geschrieben habe. Damals war es über den Frühling. Jetzt ist wieder Frühling. Vieles hat sich verändert. Nicht alles war gut. Aber alles war lehrreich, hat mich auf meinem Weg ein Stück weitergebracht, hat mir neue Perspektiven eröffnet. Und jetzt stehe ich mitten in einem Neuanfang. Stehe vor einem neuen Job und vor der Entscheidung, wie ich zukünftig mit Menschen agieren möchte. Stehe vor der Frage, wer ich selbst bin. Mein Leben lang habe ich meinen Wert an der Meinung und Wahrnehmung Anderer orientiert. Mein Leben lang habe ich zu hören bekommen, ich sei zu viel. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, ich sei nie genug. Was für ein Paradoxum. Ich habe verlernt, mir selbst zuzuhören. Ich habe verlernt, mir selbst zu vertrauen. Ich war mir meiner selbst nie bewusst. Ich habe mir selbst, wenn überhaupt, immer einen geringen Wert gegeben. Die Spielerei mit den großen Worten gefällt mir. Und es wird deutlich, wieviel Selbst darin steckt. Wie sollen andere mich hören, wenn ich mich selbst nicht höre? Wie kann ich mir selbst vertrauen, wenn ich mir keinen Wert zuschreibe? Und wenn ich mir meiner nicht bewusst bin, wie kann ich dann meinen Wert erkennen?
Jetzt ist wieder Frühling. Die Natur erwacht von Neuem. Und auch ich scheine aus einem langen Winterschlaf zu erwachen. Neugierig, gespannt, bereit mich auf den Weg zu meinem Selbst zu machen auf das ich ich selbst werde….

Vom Frühling geküsst

Laut Thermometer sind es  nur 11 Grad. Aber hier auf der Terrasse, in der Sonne sitzend, scheint es sehr viel wärmer. Die Kinder aus der Wohngruppe sind alle in der Schule und gerade habe ich eine frische Tomatensauce gekocht. Jetzt genieße ich mit einer Tasse Kaffee die Sonne. Vor mir eine große Schale mit blühenden Krokusse. Für mich die Frühlingsblumen schlechthin. Sind sie doch mit die ersten, die ihre zarten Blätter und Blüten aus dem kalten Winterboden strecken und damit den Frühling ankündigen. Die Tage sind wieder heller und es wird immer wärmer. Die Lebensgeister werden geweckt. Bei den Vögeln, die munter durch die Lüfte fliegen und zwitschern was der Schnabel hergibt, aber auch bei uns Menschen. Überall in den Gärten wird gearbeitet und sich auf die nächste Jahreszeit vorbereitet. Die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut tun unglaublich gut und werden dankbar aufgesogen. Auch von mir. Ich liebe diese Momente, in denen man spürt, wie das Leben wieder an Kraft gewinnt und stärker pulsiert. Wenn man langsam aus dem Winterschlaf erwacht und neue Energie tanken kann. Frühling eben. Also….fast. Ich wünsche euch einen sonnigen Tag

Wir wachsen mit unseren Aufgaben

Eine Note steht noch aus und dann habe ich das erste Jahr erfolgreich abgeschlossen. Zwei Semester habe ich nun schon geschafft. Sechs weitere folgen noch. Die anfängliche Euphorie hat sich etwas gelegt. Etwas….denn nach wie vor freue ich mich auf die Präsenztage. Wenn ich mit den Kommilitonen zusammenkomme, die Leute aus meiner Lerngruppe treffe, wir in den Austausch gehen und ich wieder neue Anregungen mitnehmen kann. Sobald ein neues Modul freigeschaltet wird, gehöre ich mit zu den ersten, die sich das neue Aufgabenfeld anschaut. Die Aufgaben werden anspruchsvoller und manchmal komme ich mir unglaublich dumm vor. Weil andere so viel besser schreiben, als ich. Weil andere sich so viel gewählter und intelligenter ausdrücken als ich. Dann zweifle ich an mir und stelle mich selbst in Frage. Bis zur nächsten guten Note. Im Augenblick bearbeiten wir das Thema Soziale Gerechtigkeit. Chancengleichheit steht da ganz hoch im Kurs. Grundvoraussetzung dafür scheint Bildung zu sein. Zumindest kommt dieser Begriff in diesem Kontext immer wieder vor. Ohne Bildung keine Zukunft. Aber nicht jeder hat die gleichen Bildungschancen. In Deutschland gibt es da eine sehr große Ungleichheit. Bildung steht eben nicht jedem gleichermaßen offen und immer noch entscheidet die Herkunft darüber, welche Chancen man hat. Ich bin ein sogenanntes Nichtakademikerkind. Wenn es darum geht, wissenschaftliche Hausarbeiten zu schreiben, spüre ich das ganz besonders. Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht ausdrücken könnte. Aber wissenschaftlich klingt es, zumindest in meinen Ohren, oft nicht. Manchmal sitze ich tagelang vor einer Hausarbeit. Ich weiß genau, was ich mitteilen will, finde aber die klugen Worte nicht, um das auszudrücken. Das sind dann die Momente, in denen ich mich frage, ob das Studium eine gute Idee war. Dann rede ich mit den Leuten aus meiner Lerngruppe. Da geht es einigen ganz genauso wie mir. Ich bin also nicht allein. So ist das eben, wenn man mehr der praktisch veranlagte Mensch ist. Und dann denke ich mir, je länger ich studiere, desto größer wird in dieser Hinsicht sicherlich auch mein Wortschatz. Und bis zur Bachelor- Arbeit ist ja noch eine Weile hin….

Studieren mit ü50

Studieren mit ü50
Ich bin auf Instagram nicht so bewandert, dass ich wüsste, wie man eine weitere Seite ins Leben ruft. Aber wozu auch? Dieser Teil gehört genauso zu meinem Leben,  wie mein Job, meine Arbeit mit Neurographik oder der Ankerplatz, auf dem ich mich gerade vom Dienst erhole. Als uäich letztes Jahr mit dem Studium angefangen habe, konnte ich kaum fassen, dass dieser Traum für mich wahr wird. Kürzlich habe ich mich zum dritten  Semester zurückgemeldet und kann es eigentlich immer noch nicht glauben. Da es ein Onlinestudium ist, treffe ich meine Kommilitonen fast nur an den Präsenztagen. Jetzt, wo es wärmer ist, ergibt es sich hin und wieder, dass man nach dem ersten Tag noch etwas zusammen trinken geht. Um das bestandene Semester zu feiern, um sich auszutauschen, um über die nächste Hausarbeit zu diskutieren oder einfach nur um über das Leben selbst  zu philosophieren. Letztes mal waren wir im Holzmarkt an der Spree. Ich war total begeistern von diesem schönen Ort mit seinen vielen kleinen, liebevoll hergerichteten Ecken und Winkeln. Ich liebe diese Momente. Obwohl ich zu den Älteren in unserer Truppe gehöre, bin ich ein Teil davon. Und wir lernen voneinander. Ich beneide sie manchmal um ihre Jugend und Unbeschwertheit. Darum, was sie im Leben schon erlebt und gesehen habe. Und wenn sie von ihren Familien und alltagssorgen erzählen, bin ich glücklich, diese zeit überstanden zu haben und ihnen Tipps zu verraten. Wenn ich sie anschaue und ihnen zuhöre, spüre ich,manchmal mit Bedauern, wieviel anders mein Leben doch war. Aber dann höre ich, worum sie mich beneiden und plötzlich habe ich nicht mehr das Gefühl etwas verpasst zu haben, sondern genau da hinzugehören, wo ich gerade bin. Ich stecke mitten im zweiten Semester und ich habe nicht einen Moment bereut, mich auf dieses Abenteuer eingelassen zu haben . Nächsten Montag ist es wieder soweit und ich kann es kaum erwarten….

Erste Ausfahrt 2023

Endlich ist es soweit. Die erste Urlaubsreise mit unserem Albatros. Nach meinem letzten Dienst schnell nach Hause gefahren, die Tasche umgepackt und dann ab zum Ankerplatz, wo mein Mann schon auf mich wartete. Die noch fehlenden Sachen gepackt, rechtzeitig schlafen gegangen, um am nächsten Morgen ausgeruht in Richtung Ostsee zu starten.

Wir haben ein neues Auto gekauft, dass den Albatros hoffentlich besser ziehen kann. Denn auch wenn er nach einem Vogel benannt ist, fliegen kann er nicht. Aber das neue Auto hat genug Power und zieht ihn mit Leichtigkeit hinter sich her. War also eine gute Entscheidung, sich eine neue Zugmaschine zuzulegen. Die Fahrt verlief entspannt und das beunruhigende Knacken trat nach dem dritten mal nicht mehr auf. Keine Ahnung, was genau es war. Aber der Dicke hat ein dreiviertel Jahr gestanden, von daher hat sich da wohl erst was eingeruckelt. Wie auch immer, wir sind gut angekommen.

Der Aufbau des Vorzeltes ist inzwischen gar kein Problem mehr und wir werden mit jedem Mal besser. Auch, was die Zeit angeht. In nicht einmal einer Stunde stand das Hauptgerüst und die Seitenteile konnten eingezogen werden. Die Heringe ringsherum einzuschlagen ist immer etwas aufwendig und war dieses mal mein Job.

Ich sagte ja schon, dass wir immer besser werden. Und so gut wie dieses Mal stand unser Vorzelt noch nie. Das sagen wir jedes Mal und immer stimmt es.

Nachdem alles aufgebaut und eingerichtet ist, ging es dann auch endlich ans Wasser.

Jetzt freuen wir uns auf 14 Tage Ostsee auf der Insel Fehmarn und dem Camping Platz Wulfener Hals. Das Wetter spielt mit und ich hoffe, es wird noch wärmer, damit ich auch baden gehen und das neue SUP-Board ausprobieren kann…..

Nordlichter über Mahlow

Am 23.04.23 ließ sich ein ganz besonderes Spektakel im Himmel über Mahlow betrachten. Wir waren draußen auf dem Ankerplatz als meine Polarlicht-App einen Hinweis auf mein Handy schickte. Mit einer 8%igen Wahrscheinlichkeit könne man heute Abend Nordlichter in unserer Region sehen. Ich schaute mich um und konnte zunächst nichts erkennen. Auch wenn wir uns am Stadtrand befinden, war es wahrscheinlich einfach zu hell. Irgendwie war ich enttäuscht. Einem inneren Impuls folgend nahm ich dann mein Handy und schaltete die Kamera ein. Und da offenbarten sie sich dann. Polarlichter direkt über uns. Im März in Dänemark hatten wir leider kein Glück und nun hatte ich sie quasi vor der Haustür. Als es richtig dunkel wurde konnte man milchige Flecken am Himmel ausmachen. Je länger man darauf schaute, desto mehr glaubte man, das man sie sich eingebildet hätte. Fotografieren wurde auch schwieriger, weil man quasi blind agierte. Die Kamera in den Nachthimmel mit Vergrößerungsfaktor 3 und dann im Nachtmodus ins schwarze fotografiert. Die Farben sah man erst auf dem Bild. Ich hatte eine Gänsehaut. Niemals hätte ich gedacht, sie hier zu sehen. Klar, sie waren nicht so klar und deutlich wie im hohen Norden zu sehen. Aber sie hier überhaupt zu sehen, war einfach nur fantastisch. Freunde von uns waren zu diesem Zeitpunkt auf Bornholm in Dänemark. Die hatten andere Farben aber es war noch spektakulärer, weil viel großflächiger. Aber ich will nicht jammern oder vergleichen. Nordlichter in unseren Breitengraden sind etwas ganz besonderes. Hier die Bilder von dem Abend

Poesie eines Sonnenaufgangs

Der erste Urlaubstag, na der erste RICHTIGE Urlaubstag. Anreise ist ja doch eher anstrengend :). Da wir meistens Nachts schon losfahren, sind wir am ersten Abend in der Regel auch sehr müde und gehen verhältnismäßig früh schlafen. So auch gestern.

Um 5 Uhr war ich wach. Kaffee gemacht und dann gemerkt, dass ich eigentlich doch lieber noch etwas schlafen möchte. Aber als ich dann wieder im Bett lag dachte ich: „Bald geht die Sonne auf. Will ich diesen Moment wirklich verpassen und verschlafen?“ Ich meine ja, ich bin jetzt für eine Woche an diesem wunderschönen Ort in Dänemark und so einen Moment wird sich die nächsten Tage sicher auch noch finden. Tja, was soll ich sagen? Die innere Stimme war dann so laut, dass ich wieder aufgestanden bin, um den ersten Sonnenaufgang in diesem Urlaub zu erleben und für euch einzufangen.

Noch ist es ganz schön dunkel. Und still. Ringsherum schlafen alle noch. Im Hintergrund ist das Rauschen der Nordsee zu hören. Vier Enten fliegen schnatternd in Richtung See. Man kann nur ihre schwarzen Silhouetten sehen. Ein Greifvogel schwebt auf der Suche nach seinem Frühstück über die Wiese. Die letzten Sterne funkeln sichtbar am Himmel und auch der Mond verabschiedet sich allmählich. Ich sitze, mit meinem Kaffee in der Hand auf dem Stuhl und schaue auf den Morgenhimmel. Unfassbar, wie intensiv die Farben sind. Unfassbar aber auch, wie sich der Himmel quasi im Minutentakt verändert.

Eben noch war der See kaum auszumachen. Aber je heller der Himmel, desto mehr reflektiert die Wasseroberfläche und Stück für Stück kann man immer mehr sehen. So ein erwachender Tag hat einen ganz besonderen Zauber. Was gestern war, ist vorbei und was das Heute bringt, weiß man noch nicht. Es ist eine gute Möglichkeit, in dem Moment zu sein. Einfach nur da zu sein. Zu begreifen, zu verstehen, dass alles immer so kommt, wie es eben kommt. Wir können Pläne machen, wir können uns Dinge vornehmen. Aber was passieren soll, passiert. Manchmal langsam….ihr glaubt nicht, wie lange es sich anfühlt darauf zu warten, dass die Sonne endlich zu sehen ist. Und manchmal ganz schnell….wenn sie nämlich erst mal am Horizont steht steigt sie unglaublich schnell am Himmel hoch. ‚
Für mich hatte das heute etwas tröstendes. Nicht, dass ich gerade traurig bin. Aber zu wissen, dass ganz egal was passiert ist oder passieren wird, die Sonne geht jeden Morgen wieder auf. Vielleicht sehen wir sie nicht immer, weil dicke Wolken die Sicht versperren. Aber sie ist da. Immer, jeden Morgen.

Es war spannend, die Natur zu beobachten. Kurz bevor sie am Himmel zu sehen war, schien es, als hätten sich ein paar Vogelschwärme verabredet, um sie mit ihrem Flug, der einem Reigen gleicht, zu begrüßen. Der Greifvogel sucht noch immer sein Frühstück und allmählich erwacht auch die Feriensiedlung zum Leben. Für mich wird es Zeit für meine Morgenrunde.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag. Und nicht vergessen: Die Sonne geht jeden Tag wieder auf.

2023

Ist jetzt schon 2 Monate alt. Es ist mal wieder erschreckend zu sehen, wie die Zeit vergeht. Noch erschreckender ist, wie lange ich diesen Blog vernachlässigt habe. Und ich sage es schon mal vorweg: ich weiß nicht, ob ich das alles nacharbeiten werde und in diesem Jahr wieder mehr schreibe.

Das Bild ist eine neurographische Zeichnung, die ich am letzten Tag des vergangenen Jahres gezeichnet habe. Es ging darum, Dinge aus dem vergangen Jahr dort zu lassen, die nicht so toll waren und andere, die gut, wichtig und richtig sind, mit in das neue Jahr zu nehmen. Es sollte eine Zeichnung sein, die den Fokus auf das neue Jahr mit all seinen Möglichkeiten und wie ich es mir wünsche legt. Am Ende kam ein fröhliches, buntes und vor allem energiegeladenes Bild heraus. Ein Jahr voller Veränderungen und ich freue mich auf alles, was da kommt. Vor allem die Energie.

Ich habe im Oktober das Studium Soziale Arbeit als Online-Studium begonnen. Das raubt mir gerade die meiste Zeit. Aber ich liebe es, Studentin zu sein. Ohne es vorher zu wissen, ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, den ich eigentlich schon abgehakt habe. Und das, weil eine Freundin nicht locker gelassen hat und mich immer wieder ermutigt und gedrängt hat, meine Bewerbung einzureichen. Ich kann ihr nicht genug danken. Denn erst als die Bewerbung weg war, wusste ich, wie wichtig mir das Studieren anscheinend tief im Inneren noch war. Das erste Semester habe ich fast geschafft und mit 1 abgeschlossen. Damit habe ich um einiges besser abgeschnitten, als ich das erwartet habe. Ich habe einen anderen Blick auf meine Arbeit gewonnen. Aber vor allem habe ich eine wunderbare Studiengruppe mit Menschen, die mir in der kurzen Zeit wichtig geworden sind und die ich nicht mehr missen möchte. Ein bunter Haufen, altersmäßig herrlich gemischt. Lebendige, energiegeladene Menschen, die mir soviel mehr geben, als sie vermutlich ahnen. Eine so wunderbare Erfahrung, bei aller Anstrengung, die damit verbunden ist.

Die Neurographik. Ein Thema zu dem ich mich bislang noch gar nicht groß geäußert habe. Ein künstlerischer Weg, sich mit Themen, die einen beschäftigen auseinander zu setzen. Ein Weg, den ich im letzten Jahr eingeschlagen habe. Den Basiskurs habe ich absolviert. Zum Spezialistenkurs, der es mir ermöglicht Coachings anzubieten, fehlt mir noch das Zertifikat. Das hoffe ich in diesem Frühjahr fertigstellen zu können. Der Trainerkurs muss leider noch warten, aber auch den möchte ich irgendwann noch machen und dann sehen, was und wie ich mit dieser Methode arbeiten möchte. Sie hat mich im letzten Jahr in vielen Situationen begleitet und mir tatsächlich auch neue Möglichkeiten gezeigt. Ich bin davon überzeugt, dass ich mich schlussendlich auch nur deshalb an das Studium getraut habe, weil ich mit den neurographischen Zeichnungen Dinge für mich lösen und sichtbar machen konnte, die mir vorher nicht so bewusst waren. Allem voran das Vertrauen in mich selbst und meine Fähigkeiten. Bis es soweit ist, dass ich damit auch mit anderen Menschen arbeiten kann, werde ich viele Erfahrungen gesammelt haben, die ich dann weitergeben kann.

Auch meine Straßenbahngeschichten sind leider zum erliegen gekommen. Mir fehlt einfach die Zeit und ich muss mir die vorhandene im Moment gut einteilen. Vielleicht mache ich da irgendwann mal weiter. Vielleicht verändert sich das Thema, weil ich nicht mehr so oft Bahn fahre. Vielleicht mache ich daraus so etwas wie „Geschichten, die das Leben schreibt“. Ich weiß es noch nicht. Ich schreibe immer noch gern. Aber wenn mir die Zeit fehlt, kommt halt nichts ordentliches dabei raus. Und es soll ja Spaß machen, die Geschichten zu lesen 🙂

Und zu guter Letzt habe ich das vergangene Jahr jede Möglichkeit genutzt, am Ankerplatz zu sein. Draußen in und mit der Natur zu sein hat mir soviel gegeben und mir viel Kraft gegeben. Wir haben viel geschafft und ich werde mich bemühen, die Geschichten hier nach und nach zu erzählen. Bis Oktober habe ich es draußen ausgehalten, danach wurde es einfach zu kalt. Jetzt kann ich es kaum erwarten, dass die Saison wieder los geht. Aber vorher fahren wir noch in mein geliebtes Dänemark. An den Ort, der mir letztes Jahr soviel Ruhe und Frieden verschafft hat. Zwischen See und Meer 🙂

Ich wünsche euch ein tolles Jahr 2023 und freue mich, wenn ihr ab und an reinschaut.

Eure Claudia

Dinge ändern sich

Als ich mit diesem Blog angefangen habe, hatte ich keine Ahnung, wo mein Weg mich mal hinführen wird. Heute kann ich sagen, dass die letzten zwei Jahre wohl mit zu den spannendsten gehören, wenn es um meine eigene Entwicklung geht. Ich habe mit dem Malen angefangen, obwohl ich mich selber als völlig talentfrei betrachtet habe. Trotzdem habe ich auf diesem Weg schon viel für mich erreicht. Und er ist auch noch nicht zu Ende.

Im letzten Frühjahr habe ich die Methode der Neurographik für mich entdeckt. Wer etwas darüber wissen will, sollte sich über Google mal schlau machen. Es ist ein interessantes Gebiet. Ich habe den Basiskurs absolviert und stecke gerade im Portfolio für den Spezialistenkurs. Irgendwann möchte ich auch den Trainer machen. Wir werden sehen, wann das sein wird.

Wir haben einen Wohnwagen gekauft und einen wunderschönen Platz dafür gefunden und Ankerplatz getauft. Und genau das war er in diesem Sommer auch für mich. Ich habe viele Abende dort verbracht. Oft auch allein, weil mein Mann im Homeoffice arbeitet. Internet ist da draußen nicht so doll.
Aber diese Zeit mit mir alleine war sehr wertvoll für mich. Ich habe viel nachgedacht und mich sehr viel mit mir selbst und meinen Zielen beschäftigt.

Ende Juli habe ich mich kurzfristig dazu entschieden, mich für den Studiengang BASA online an der Alice-Salomon-Hochschule zu bewerben.
Das Thema Studium hatte ich längst an den Nagel gehängt. Es gehörte zu dem Teil meiner Träume, die sich nicht realisieren lassen. Und ich habe auch nicht geglaubt, dass ich angenommen werde. Aber wie das manchmal so ist: ich wollte nicht irgendwann an den Punkt kommen, wo ich mich fragen muss “ Was wäre gewesen wenn…?“

Ich wurde angenommen, habe mich eingeschrieben und studiere nun soziale Arbeit online. Malen und auch die Neurographik sind immer noch sehr wichtig für mich und ich habe dieses Ziel nicht aufgegeben. Sie waren für mich wichtige Schritte hin zu dem, den ich nun gemacht habe. Darum wird es auf dieser Seite etwas still. Und irgendwann werde ich sie für andere Dinge nutzen…..denke ich. Aber wer weiß das schon.

Wünscht mir Glück