Manchmal hilft auch keine Maske

Vorgestern bin ich auf dem Heimweg, in der Bahn, auf einen unangenehmen Menschen gestoßen. Er saß am Fenster, sehr ungepflegt und penetrant nach Urin stinkend. Er hatte eine Tüte Chips in der Hand und versuchte zu essen. Die Hälfte landete um ihn herum und auf dem Boden. Ein Viertel der anderen Hälfte verteilte sich in seinem langen Bart und den Rest bekam er mit Mühe in den Mund. Als er dann auch noch das Glas saure Gurken öffnete, dachte ich, dass ich an der nächsten Haltestelle wohl besser aussteige. Meine Maske konnte die Gerüche nicht absorbieren und so langsam wurde mir übel. Ich bewunderte die Frau, die ihm gegenüber saß, wissend, dass ich da nicht hätte sitzen können.
Ich bin nicht ausgestiegen. An der übernächsten Haltestelle holte ein Bahnbediensteter ihn freundlich und sehr geduldig aus der Bahn, und das obwohl die Bahnfahrerin etwas ungeduldig war, weil sie schon Verspätung hatte. Der Mann war völlig betrunken und ich hatte den Eindruck, dass er gar nicht so recht mitbekam, was hier los ist.
Den Geruch hatte ich noch lange in der Nase….

Nicht meine Frau

Haltestelle…Leute steigen aus, Leute steigen ein. Warum können eigentlich so viele Berliner nicht warten, bis man ausgestiegen ist? Oder ist das in anderen Städten auch so? Wir haben das jedenfalls noch so gelernt als Kinder, damals in Köln. Aber ich schweife ab…

Mir schräg gegenüber setzt sich ein junger Mann in Arbeitskleidung. Neben mir platziert sich ein älterer Herr. Kaum das er sitzt und sich sortiert hat, streicht er dem jungen Mann über die Arbeitshose und versucht einen Fleck zu verreiben. Mit den Worten: “ Was hast du denn da auf der Hose?“ hebt er den Kopf, zieht seine Hand zurück und sagt: “ Oh….Sie sind ja gar nicht meine Frau“. Diese saß auf der anderen Seite des Ganges auf einem Einzelsitz. Unsere Blicke trafen sich und wir brachen in schallendes Gelächter aus. Wir konnten uns gar nicht beruhigen und lachten auch zwei Haltestellen weiter immer noch. Kaum beruhigte sich die Eine, fing die Andere wieder an.
Ein fröhliches Lachen. Ein herzhaftes Lachen. Ein befreiendes Lachen. Ein schöner Start in den Feierabend. Oder der gute Abschluss eines Arbeitstages 😉

Ein neues Projekt

Mit Straßenbahngeschichten habe ich ein weiteres, kreatives Objekt gestartet. Ich habe immer schon gern geschrieben und versuche mich jetzt im Schreiben von Geschichten. Wer weiß, vielleicht wird ja irgendwann ein Buch daraus. Näheres erfahrt ihr auf der entsprechenden Seite und ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen 🙂

Das Malzimmer

Heute ist was ganz tolles passiert. Ich habe meine letzten drei Aquarellbilder in einer Gruppe gepostet, in der ich eigentlich nur stiller Mitleser bin. ( ja, ich gender ganz bewusst nicht 😉). Die Kritik ist dort manchmal sehr heftig und ich möchte mich nicht entmutigen lassen. Die drei Bilder fand ich aber zeigenswert also hab ich mich getraut. Und dann habe ich einen ganz lieben Kommentar bekommen, den ich hier gern mit euch teilen möchte

Ü

Ich kenne diesen Künstler nicht. Aber als ich mir seine Bilder angeschaut habe, habe ich die Ähnlichkeiten bei der Strichführung entdecken können. Nicht, dass ich mir darüber je Gedanken gemacht hätte. Ich bin sicher auch noch weit davon entfernt, einen eigenen Stil entwickelt zu haben. Obwohl mir erst kürzlich jemand sagte, dass ihm mein Stil gefalle.

Was mich aber wirklich mit Stolz erfüllt, ist die Tatsache, dassman mich mit einem Künstlerin Verbindung bringt. Mich….die ich davon überzeugt war und teilweise noch bin, dass ich nicht malen kann. Nein, das ist nicht fishing for compliments. Ich bin wirklich so selbstkritisch.

Heike und ich haben daraufhin privat weitergeschrieben. Es ging unter anderem auch um die, teilweise echt niederschmetternde, Kritik. Heike sprach davon, dass sie schon länger überlegt hatte, eine eigene Gruppe aufzumachen. Ganz bewusst auch für Anfänger. Damit jeder sich traut und keine Angst haben muss nieder gemacht zu werden. Mir gefiel die Idee. Was soll ich sagen.. Heike macht nicht viele Worte und ich bekam die Einladung ins Malzimmer. Ich bin dort jetzt Moderatorin. Im Augenblick sind wir noch zu zweit. Hoffen wir mal, dass sich noch ein paar mehr hier einfinden, und wir eine nette Gemeinschaft werden. In der jeder sich zeigen kann. In der wir voneinander lernen, wenn wir das möchten. In der wir einfach Spaß am kreativen Tun haben.

Und so wird aus dem Pinselchen, dass immer noch nicht glauben kann, dass es doch malen kann, eine Moderatorin im Malzimmer. Und wenn ihr jemanden kennt oder selber jemand seid, der sich dort vielleicht wiedererkennen und wiederfinden kann, vorbei oder erzählt von diesem Ort.

Wir freuen uns auf euch im Malzimmer

Happy Birthday

Die Reise nach Dänemark war ein Geburtstagsgeschenk an meinen Mann. Durch ihn habe ich dieses Land kennen- und lieben gelernt. Obendrauf habe ich dann endlich auch das zweite Portrait von ihm fertig gestellt 🙂 Ja, der Bart ist etwas verrutscht. Gelingt nächstes Mal besser 🙂

Insgesamt find ich es aber gut gelungen. Wenn ich an die ersten Versuche denke…..

Sonnenuntergänge

Wir hatten tolles Wetter und ich konnte jeden Sonnenauf- und -untergänge bewundern. Was mich dabei dieses Mal besonders fasziniert hat, waren die Farben des Himmels. Ob das an der Jahreszeit liegt, weiß ich nicht. Aber jede Jahreszeit hat ja ihr ganz eigenes Licht. Jeden Tag das selbe Spektakel und doch immer anders. Auch das habe ich versucht, kreativ umzusetzen. Also zumindest die Sonnenuntergänge.

In Aquarell:

Und mit Öl-Pastellkreide:

Was mir beim Malen mit der Ölkreide gefällt, sind die intensiven Farben und die Möglichkeit, die weich ineinander verblenden zu können. Damit lies sich der Himmel so wunderschön gestalten. Für Details eignen sie sich leider nicht. Abe da bieten Fineliner eine gute Hilfe. Ich denke, mit diesen Stiften werde ich noch öfter malen 🙂

Ein Thema, drei Bilder

Zwei Wochen Urlaub in Dänemark liegen hinter mir. Und ich habe die Zeit genutzt, mich kreativ weiter zu entwickeln. Ist nicht immer so einfach, wenn man sich die Dinge selbst aneignet. Perspektiven und das Spiel mit Licht und Schatten sind weiterhin meine größten Herausforderer. Kritik hilft mir hier auch leider nicht viel, weil ich mir vieles einfach nicht vorstellen kann. Mein fehlendes räumliches Sehen ist ebenfalls ein Hindernis. Ich denke, irgendwann ist die Zeit reif, für einen echten Malkurs. Jemanden, der neben mir steht und mir die Technik zeigt und beibringt. Trotz allem hat es aber wieder sehr viel Spaß gemacht.

Die letzten zwei Wochen hatte ich einen fantastischen Blick auf den Ferring Sö in Vejlby Klit. Und zum ersten Mal habe ich mich hingesetzt und versucht, das zu zeichnen, was ich sehe. Und ja….das ein oder andere Detail habe ich verändert, weggelassen oder hinzugefügt.

Zuerst mit Bleistift, dann mit Öl-Pastellkreide und zuletzt mit Aquarell. Ich war dann doch überrascht, wie gut es mit dem Bleistift ging. Aber das Aquarell ist mein Favorit.

Wie gesagt, mit schriftlich formulierter Kritik und Tipps tu ich mich sehr schwer, weil ich oft nicht weiß, wie ich es umsetzen soll. Aber mit jedem Bild lerne ich. Oft sehe ich im Anschluss, was ich besser machen könnte und versuch es dann beim nächsten Bild umzusetzen. Aber wenn ich daran denke, wie ich angefangen habe, dann bin ich absolut zufrieden, mit meiner Entwicklung.

Ein toller Urlaubstag

Heute habe ich mein Vorhaben vom letzten Dezember in die Tat umgesetzt und bin um den Ferring Sø gewandert. Es war wunderschön und teilweise sehr abenteuerlich. Auf der Dünenseite war der See weit über die Ufer getreten. Zum Glück hatte ich meine Gummistiefel an. Damit war es dann kein Problem. Die Aussicht rund um den See war wunderschön. Und außer mir war kaum jemand unterwegs. Ich habe einen alten Mann getroffen, der leider nur mit Crocks und zwei paar Socken unterwegs war. Die hatten noch dazu genauso große Löcher wie die Schuhe. (Und ja natürlich war er ansonsten vollständig bekleidet. Nicht dass es hier zu Missverständnisse kommt.) Aber er lächelte fröhlich und wir versuchten irgendwie uns zu verständigen. Dänisch, englisch, Gestik und Mimik. Ging irgendwie. Zum Abschied lächelten wir uns an und wünschten uns einen schönen Tag. Was für eine schöne Begegnung. Die zweite an diesem Tag. Heute früh beim Sonneaufgang traf ich nämlich auch einen älteren Dänen. Er war überrascht, mich mit Kaffeetasse und nicht mit Hund anzutreffen. Denn die deutschen, die er sonst um diese Zeit trifft, haben immer ihren Hund dabei. Ich lachte und sagte, dass ich mit meiner Tasse unterwegs bin 😂. Zurück zu meiner Wanderung. Der Weg zurück auf der anderen Seite des Sees hatte einige Tücken. Irgendwie stand ich plötzlich auf einem Privatgrundstück. Zum Glück nicht bewohnt… es ging ein Stück die Landstraße entlang, bis zu einem Aussichtspunkt mit einer wirklich fantastischen Aussicht. Dann ging es auf einem
‚Naturisk Sti‘ abwärts, zurück an den See. Weil alles so nass und rutschig war, wäre ich fast hinuntergerutscht. Konnte mich gerade noch abfangen. Auf einem Hinweisschild stand, dass man durch Tiergehege gehen müsste. Dass es sich dabei um Viehweiden handelte merkte ich erst an den Hinterlassenschaften. Zum Glück standen die Tiere alle noch im Stall. Ich weiß nicht, ob ich den Weg sonst genommen hätte. Als die Sonne unterging hatte mein Akku schon den Geist aufgegeben. Und dann kam das schwierigste Wegstück….über die nassen Wiesen. Das letzte Tiergatter habe ich nicht mehr passiert, weil ich Angst hatte, dass mir das Wasser oben in den Stiefel läuft. Sagte ich, dass sie mir fast bis zu den Knien reichen? Die Kunst bestand nun darin, nicht in den sumpfigen Kuhlen stecken zu bleiben. War ich froh, als ich die Straße erreicht hatte. Eine halbe Stunde später war ich nach fast 4 Stunden Wanderung mit drei geloggtent Geocaches, jeder Menge Fotos , wunderschönen Augenblicken und um einige Abenteuer reicher sicher im Ferienhaus angelangt. Zum Abschluss habe ich mich mit der Sauna belohnt. Was für ein gelungener Urlaubstag

Darf ich vorstellen,

Ich. Da es noch nicht wirklich ein Selbstporträt ist, weil ich ja zur Zeit noch mit der Kohletechnik arbeite, gibt es denn allerersten Versuch noch nicht zu sehen. Ich hab mich mal an die Gridtechnik gewagt, aber die liegt mir so gar nicht. Naja… kommt vielleicht noch…