Hinter mir liegt ein entspanntes Wochenende und ich hab ein wenig Zeit für psychomotorische Übungen gefunden. Es war wie Mandala malen, nur eben etwas freier. An der Überschrift könnt ihr schon ablesen, dass ich vorhabe eine ganze Reihe von diesen Übungen zu machen :). Schult das Auge, trainiert die Hand, macht Spaß und bringt mich in eine tiefe Entspannung. Mal sehen, wie die anderen werden.
Der neue Malkurs ist anders aufgebaut, als ich es erwartet habe. Schon ihn anzuschauen, ist etwas anderes. Ein spanisch sprechender Lehrer und deutscher Untertitel. Manche Passagen muss man sich doppelt anschauen und manchmal ist es erforderlich, erst das ganze Video zu schauen bevor man in die Aktion geht. Bei dieser Übung habe ich es immer wieder angehalten und erst das Muster gemalt, bevor ich zum nächsten übergegangen bin. An das Spanisch habe ich mittlerweile gewöhnt. Wer weiß, vielleicht lerne ich ja auf diesem Weg sogar eine neue Sprache. Lach….nein, wohl eher nicht. Aber es klingt witzig und manche Wörter kennt man ja schon 🙂 Warum dieser Kurs anders ist? Weil er sich erst einmal nicht damit beschäftigt, etwas herzustellen. Der Weg ist quasi das Ziel. Und er regt die Kreativität auf viele unterschiedliche Weise an. Ich hab da gerade ein paar Ideen im Kopf, die ich in der nächsten Zeit mal umsetzen möchte. Einfach zum ausprobieren, von einem fertigen Bild wegzukommen, zu experimentieren und entdecken. Ich möchte gern in einen Fluss kommen und mich weniger unter Druck setzen. Energien fließen lassen könnte man es wohl auch nennen. Den Horizont weiter stecken, als ich das bisher getan habe. Und dadurch dann am Ende vielleicht selbstsicherer in meiner Handlung zu werden. Ob, und inwieweit sich das dann auch wirklich in das reale Leben übertragen lässt, werde ich dann sehen. Aber ich spüre jetzt schon, dass einiges in Bewegung und Veränderung ist. Im positiven Sinne. Hätte nicht gedacht, dass es eine so spannende und interessante Reise wird…..
Ich habe mir einen weiteren Online-Zeichenkurs heruntergeladen. Und diese Übung hat mich tatsächlich fasziniert. Weil ich auf eine völlig einfache Art und Weise ein Gefühl für Dimension bekommen habe. Eine Übung mit Aha-Effekt wenn man so will. Seltsam, dass Dinge, die mir oft am schwierigsten erscheinen, so leicht zu lösen sind….Einfach nur dadurch, dass die Linien ihre Form verändern wird die umrandete Hand plötzlich dreidimensional. Ich bin begeistert….
Und gleich den zweiten Versuch hinterher gemacht. Gleiche Vorlage, und doch irgendwie ein anderes Bild. Ich persönlich finde es besser, Torsten gefällt das erste besser. An dieser Vorlage werde ich definitiv noch viel arbeiten. ABER…wenn ich an meine ersten Gehversuche denke, bin ich tatsächlich sehr stolz auf das, was ich schon erreicht habe. Und es macht Mut, dran zu bleiben und weiter zu lernen 🙂
Ich glaube, wenn der ganze Corona-Mist vorbei ist, möchte ich doch mal einen „echten“ Malkurs belegen. Ja, Onlinekurse sind nicht schlecht und man kann in seinem eigenen Tempo arbeiten oder Lektionen so oft wiederholen, bis man sicher darin ist. Aber ich glaube, richtiger Unterricht, mit persönlichen Gesprächen, der Möglichkeit Fragen zu stellen, direkte Tipps und Vorgehensweisen gezeigt und demonstriert zu bekommen…als quasi an die Hand genommen zu werden, ist durch nichts zu ersetzen. Heute habe ich ein Bild von meinem Mann versucht nachzuzeichnen. Ich muss euch nicht sagen, dass mir das Ergebnis nicht gefällt. Um so erstaunter fand ich dann aber seine Reaktion. Er hat sich wiedererkannt…..das ist schon mal gut. Aber er fand sich auch gar nicht so schlecht getroffen. Es hat ein bisschen was von Karikatur… aber völlig unabsichtlich….und es wird ebenfalls eins der Bilder sein, die ich noch so oft probieren werde, bis sie mir auch gefallen 🙂 Da ich aber nicht immer offen lassen kann, wie das Ergebnis ist, bekommt ihr es heute mitgeliefert. Mit seinem Einverständnis natürlich :). Und zunächst mal ohne die Originalvorlage. Dann sind die Fehler nicht ganz so offensichtlich …
Ja….es ist etwas stiller geworden hier. Das liegt zum einen daran, dass ich unter der Woche selten etwas anfange, weil ich dann zu lange daran sitze und zu spät ins Bett komme. Und zum anderen an dem schönen Wetter. Da bin ich dann doch lieber draußen. Ein weiterer Grund ist, dass ich meine Zeichenübungen voran bringen möchte und mich gerade im portraitieren versuche. Das ist weitaus schwieriger als ich gedacht habe. Und da ich das Modell nicht beleidigen möchte, bleiben die ersten Versuche erst mal geheim. Wenn es dann irgendwann so ist, wie ich mir das vorstelle und dass man die Person wieder erkennt, und wenn sie damit einverstanden ist…..dann zeige ich die Entstehung vom ersten bis zum besten Versuch. Versprochen. Dabei fällt mir ein, dass mein Selbstportrait ja auch noch ansteht. Naja….der Sommer geht irgendwann zu Ende und im Herbst ist dann wieder mehr Luft 🙂
Und auch niemand, den ich kenne. Ich hab mal wieder ein wenig ins Buch geguckt. Und huch….wir sind schon bei den Portraits. Das ist der erste Versuch, mit etwas neuem Wissen, ein Gesicht zu zeichnen. Es sieht aus wie ein Mensch und so mancher Strich ist mir durchaus gut gelungen. Also für meine Verhältnisse jedenfalls. Aber ja….da ist noch viel Luft nach oben. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wobei es beim Porträtieren ankommt, find ich es aber gar nicht mal sooooooo schlecht. Und da ich hier ja vor allem meine Entwicklung dokumentieren möchte, gehört es auf jeden Fall mit rein. Stark verkleinert…..ich will ja niemanden erschrecken 🙂
Und noch eine weitere Übung. Ich hab es mit Kopfherum zeichnen versucht, aber das wollte mir heute nicht so recht gelingen. Also habe ich es richtig herum versucht. So langsam wird es was…..
…wenn es auch kompliziert geht? Irgendwie scheint das so ein Ding von mir zu sein. Als ich mit diesem Bild angefangen habe, ahnte ich schon, dass es eine Herausforderung wird. Und zwischenzeitlich war ich kurz davor, es weg zu legen als missglückten Versuch. In solchen Momenten denke ich dann: „Mach erst mal leichte Übungen. Krieg ein Gefühl für Technik. Mach dich vertraut“. Aber das bin ich nicht. Wie im Alltag so auch beim Malen. Ich greife immer gern gleich zu den „Großen“ Aufgaben. Wohl ein Merkmal für Menschen, die Ungeduldig sind. Nicht kleckern….klotzen. Aber wenn ich mich einmal festgebissen habe, lasse ich nur schwer wieder los. Egal, wie lange es dauert. Das Ergebnis ist mir jedenfalls Belohnung genug.
Und auch zu diesem Bild will ich euch die Vorlage nicht enthalten. Das war im letzten Jahr, als ich meine Töchter und mein Enkelkind besucht habe. Wir haben eine tolle und abenteuerliche Geocachingtour gemacht und dabei diesen Ort entdeckt.
…wäre ich gern wieder an einem Ort, wie diesem. …bin ich dankbar für mein Date mit dem Malkasten. …möchte ich meinen Töchtern nochmal ganz herzlich für mein Geburtstagsgeschenk danke sagen. Das Malen macht mir so viel Freude. …freue ich mich, etwas gefunden zu haben, was mich so entspannt. …habe ich beschlossen in die Wanne zu steigen und dann ins Bett zu gehen. …freue ich mich auf das Wochenende 🙂 Gute Nacht und träumt was Schönes
Einfach mal so drauf los….die Farben fließen lassen, von hell nach dunkel. Und mit dem breiten Wasserpinsel nebenbei eine neue Technik für mich entdeckt. Und immer wieder stelle ich fest, wie mich das Malen entspannt. Wie Gedanken immer leiser werden, ich immer ruhiger werde, mit mir ins Gleichgewicht komme. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich dieses Hobby für mich entdeckt habe. In der nächsten Zeit müsste ich eigentlich mal wieder etwas lesen, um meine Zeichenfähigkeit weiter auszubilden. Aber da ich mir auch keinen Druck machen möchte, mach ich es erst dann, wenn ich wirklich Lust dazu habe und nicht, weil ich denke, ich müsste oder sollte. Kommt Zeit, kommt Lust und dann macht es Sinn. Also gehe ich es in meinem Tempo an. Nehme Ideen und Anregungen auf und wahr und setze sie um, wenn mir danach ist. Und ich bin sehr gespannt, wo die Reise noch hingeht…..