ist es her, dass ich etwas geschrieben habe. Damals war es über den Frühling. Jetzt ist wieder Frühling. Vieles hat sich verändert. Nicht alles war gut. Aber alles war lehrreich, hat mich auf meinem Weg ein Stück weitergebracht, hat mir neue Perspektiven eröffnet. Und jetzt stehe ich mitten in einem Neuanfang. Stehe vor einem neuen Job und vor der Entscheidung, wie ich zukünftig mit Menschen agieren möchte. Stehe vor der Frage, wer ich selbst bin. Mein Leben lang habe ich meinen Wert an der Meinung und Wahrnehmung Anderer orientiert. Mein Leben lang habe ich zu hören bekommen, ich sei zu viel. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, ich sei nie genug. Was für ein Paradoxum. Ich habe verlernt, mir selbst zuzuhören. Ich habe verlernt, mir selbst zu vertrauen. Ich war mir meiner selbst nie bewusst. Ich habe mir selbst, wenn überhaupt, immer einen geringen Wert gegeben. Die Spielerei mit den großen Worten gefällt mir. Und es wird deutlich, wieviel Selbst darin steckt. Wie sollen andere mich hören, wenn ich mich selbst nicht höre? Wie kann ich mir selbst vertrauen, wenn ich mir keinen Wert zuschreibe? Und wenn ich mir meiner nicht bewusst bin, wie kann ich dann meinen Wert erkennen?
Jetzt ist wieder Frühling. Die Natur erwacht von Neuem. Und auch ich scheine aus einem langen Winterschlaf zu erwachen. Neugierig, gespannt, bereit mich auf den Weg zu meinem Selbst zu machen auf das ich ich selbst werde….
Sehr, sehr schöne Reflexionen! ❣️
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