Wir wachsen mit unseren Aufgaben

Eine Note steht noch aus und dann habe ich das erste Jahr erfolgreich abgeschlossen. Zwei Semester habe ich nun schon geschafft. Sechs weitere folgen noch. Die anfängliche Euphorie hat sich etwas gelegt. Etwas….denn nach wie vor freue ich mich auf die Präsenztage. Wenn ich mit den Kommilitonen zusammenkomme, die Leute aus meiner Lerngruppe treffe, wir in den Austausch gehen und ich wieder neue Anregungen mitnehmen kann. Sobald ein neues Modul freigeschaltet wird, gehöre ich mit zu den ersten, die sich das neue Aufgabenfeld anschaut. Die Aufgaben werden anspruchsvoller und manchmal komme ich mir unglaublich dumm vor. Weil andere so viel besser schreiben, als ich. Weil andere sich so viel gewählter und intelligenter ausdrücken als ich. Dann zweifle ich an mir und stelle mich selbst in Frage. Bis zur nächsten guten Note. Im Augenblick bearbeiten wir das Thema Soziale Gerechtigkeit. Chancengleichheit steht da ganz hoch im Kurs. Grundvoraussetzung dafür scheint Bildung zu sein. Zumindest kommt dieser Begriff in diesem Kontext immer wieder vor. Ohne Bildung keine Zukunft. Aber nicht jeder hat die gleichen Bildungschancen. In Deutschland gibt es da eine sehr große Ungleichheit. Bildung steht eben nicht jedem gleichermaßen offen und immer noch entscheidet die Herkunft darüber, welche Chancen man hat. Ich bin ein sogenanntes Nichtakademikerkind. Wenn es darum geht, wissenschaftliche Hausarbeiten zu schreiben, spüre ich das ganz besonders. Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht ausdrücken könnte. Aber wissenschaftlich klingt es, zumindest in meinen Ohren, oft nicht. Manchmal sitze ich tagelang vor einer Hausarbeit. Ich weiß genau, was ich mitteilen will, finde aber die klugen Worte nicht, um das auszudrücken. Das sind dann die Momente, in denen ich mich frage, ob das Studium eine gute Idee war. Dann rede ich mit den Leuten aus meiner Lerngruppe. Da geht es einigen ganz genauso wie mir. Ich bin also nicht allein. So ist das eben, wenn man mehr der praktisch veranlagte Mensch ist. Und dann denke ich mir, je länger ich studiere, desto größer wird in dieser Hinsicht sicherlich auch mein Wortschatz. Und bis zur Bachelor- Arbeit ist ja noch eine Weile hin….

Veröffentlicht von Pinselchen

Hi, mein Name ist Claudia und ich möchte hier mein neues Hobby dokumentieren. Für mich, für meine Freunde und für Gleichgesinnte. Ich bin 50 Jahre alt und versuche mich seit kurzem in der Kunst des Aquarell malens. Und wenn ich seit Kurzem meine, dann meine ich seit knapp zwei Wochen. Ich habe schon in vielen Situationen gedacht: "Malen müsste man können". Bunte Blumenwiesen, ein wunderschöner Sonnenuntergang, Momente am Meer, besonders schöne Landschaften....sowas eben. Nun habe ich mich in Sachen Kunst nie für besonders talentiert gehalten und habe auch tatsächlich absolut keine Ahnung von Kunst. Weder von Stilrichtungen noch von großen Künstlern, von denen ich maximal die Namen weiß. Und auch das sind nur wenige. Aber irgendwie hat mich das Thema immer wieder gereizt und jetzt hat es mich gepackt. In erster Linie möchte ich hier meine Anfänge und Entwicklung dokumentieren. Und was draus wird? Tja....wir werden sehen....

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